Lesebücher 2017

Lesebücher 2017

 

Wenn ich nicht arbeite, koche, Zeit mit Freunden oder Familie verbringe, Sport mache, draußen bin, fotografiere, blogge oder irgendwas werkel, dann lese ich. Und zwar eine Menge Bücher in einer Menge Zeit. Vornehmlich Abends im Bett, aber auch Abends auf dem Sofa, am Wochenende und vor allem im Urlaub. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals anders war, die Anzahl der bereits in meinem Leben verschlungenen Seiten ist enorm. Und jedes Genre ist dabei, ich lasse keines aus, habe aber durch die Jahrzehnte gewisse Lieblingsecken, -autoren und -serien entdeckt. Die sich auch mal ändern können, je nach Jahreslust- und -laune.

 

Im letzten Jahr nun war ich hier auf dem Blog sehr konsequent bei der Aufzeichnung, was ich alles gelesen habe und wie ich es fand. Denn dies hier ist kein reiner Food-Blog, nein, es ist auch ein Bücherblog. Alle in 2017 von mir gelesenen Werke findest Du also hier. Es ist die Liste der Lesebücher, die Kochbücher führe ich extra, die neue Liste für 2018 hat hier schon für Koch- & Lesebücher begonnen.

 

Und 2017, wie war das nun, so literarisch? 49 Werke und ein in 2018 abgeschlossenes haben mein Ziel von 1 Buch pro Woche fast erreicht. 3 Bücher habe ich dabei nicht zu Ende gelesen. 2 Bücher haben die geringste Wertung "1 von 5" Seepferdchen bekommen, 2 Bücher "2 von 5", elf Bücher haben "3 von 5" Seepferchen erreicht, 15 Bücher "4 von 5" und somit ganze 19 Bücher die Bestnote. Dies zeigt vor allem, dass ich meistens die Bücher kaufe, bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass ich sie gut finde. Training über Jahre halt. Ich hatte übrigens mal einen ganz kurzen Ausflug auf den Kindel, kann es aber nicht, dort zu lesen. Ich brauche Papier zwischen den Händen. Ich muss Seiten aufschlagen können, sehen, wo mein Lesezeichen im Buch liegt, fiebern, wenn ich nur noch wenige Seiten vor mir habe. All das geht nur mit einem echten Buch. So ist das halt.

 

Rein statistisch waren in diesem Jahr 3 Genres dominant: Fantasie, Kriminalroman und Schmöker-Schnulz. Die Kriminalromane kann man dabei noch ganz gut in "nordisch", "französisch", "klassisch" und "wissenschaftlich" unterteilen. Schmöker-Schnulz ist manchmal auch historisch, meist aber eine Mischung aus Herzschmerz, Liebe, Familienroman und immer gut geschrieben, damit es nicht zu seicht wird. Mein Ausflug in den Bereich der wahren Literatur (ich musste mal wieder Max Frisch lesen) und der Bildungsbiografien (Astrid Lindgren war dran) war kurz und auch nicht sehr unterhaltsam. Die Zeiten, zu denen ich in Deutsch mündliches Abitur gemacht habe, mich mit den Existentialisten, Goethe, James Joyce und  all den anderen eingeschlossen habe, sind definitiv vorbei. Langsam taktende Werke mit hochgeschliffener Sprache schaffe ich einfach nicht mehr und werde gnadenlos nach einem vollen Tag abgehängt. Tja.

 

Und, gab es jetzt noch ein allerallerbestes Buch im letzten Jahr? Ich habe mal geschaut, es kommen 3 in Frage: Beton Rouge: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)*,  Verfolgung (Millennium, Band 5)* und Blood on Snow. Das Versteck: Thriller*. Die ersten beiden haben ganz starke Frauenfiguren, was ich toll finde und immer gerne lese, das letzte ist am Ende der Gewinner des Jahres: ein Thriller, der eigentlich aus meiner Sicht ein Liebesroman ist und eine so dermaßen abgefahrene Szene mit einem Rentier enthält, dass ich einfach nicht mehr konnte vor Lachen. Voll meins: skurril, spannend, schräg, herzerwärmend, unterdiehautgehend, nicht normal. Also bekommt dieser Roman den Jahrespreis.

 

Alle anderen Details kannst Du im Link schmökern, vielleicht kennst Du ja das eine oder andere Buch noch nicht. 

 

Viel Spaß beim Lesen. Sei glücklich!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0