Hier findest Du meine Buchempfehlungen. Zum Schmökern vor & nach dem Essen. Die Sammlung wächst kontinuierlich. Die Seepferdchen geben Dir eine ungefähre Richtung an, welche Bücher besonders klasse sind. Meine neuesten Anschaffungen stehen immer zuoberst. Ich versuche, auch zur eigenen Erinnerung, alle Lesebücher zu listen, die ich so verschlinge. Das ergibt dann auch einen schönen Jahresrückblick. "Fünf von fünf Seepferdchen" ist die höchste Bewertung. Viel Spaß beim Stöbern.*

 


LESEBÜCHER 2019


Ich habe wirklich versucht, durchzuhalten. Ein Seepferdchen bedeutet bei mir Buchabbruch. Ich hätte wirklich gerne weiter gelesen. Es ging um einen Zirkus, ich liebe Zirkus! Und um wirklich schräge Gesellen und  die Binewskis sind wirklich schräg. Gar kein Ausdruck. Aber - Präsens (wer die Rezensionen verfolgt hat weiß, wie ich das hasse), viel zu viele Themen- und Zeitsprünge (wer mich kennt weiß, wie sehr ich bei permanentem Hin- und Hergespringe in Büchern den Faden verliere) und somit in Summe leider ein Energiefresser, obwohl der Einband sich wirklich vielversprechend las. Schade.


Ach weh, das ewige Problem der zweiten Krimibände. Ich möchte mal wissen, ob es eine Statistik dazu gibt. Autor legt sich beim ersten Band voll rein, granaten Roman kommt raus. Ist dann für den zweiten Band keine Energie mehr da? Zuwenig Zeit wegen erstmal gefeierter Schaffenspause nach dem Erstling? Egal, auch hier schlug der Zweitlingsfluch zu: wie beim ersten solide Story, super Protagonisten, klasse Locations aber eben: langweilig. Nunja, der dritte Band folgt trotzdem hoffentlich!


Ich liebe sie einfach, die Romane um den israelischen Spion und seine Truppe. Hier wird die Geschichte des letzten Bandes fortgesetzt und es ist für das Verständnis der Handlung und Charaktere schon sinnig, die vorherigen, ebenso grandiosen Romane gelesen zu haben. Die Handlung spoilere ich nicht, der Aufbau des Buches ist wie immer: Ziel wird bestimmt, ein Spion muss angeworben werden, das Ziel wird erfasst und dann, wenn man denk alles gut, geht es erst richtig los zum Showdown. Klasse spannend, wie immer!


Eigentlich bekommen die seichten Krimis aus der Reihe von Gisa Pauly von mir keine Bestwertung, da ich gerne ein Seepferd abziehe, um zum Beispiel einen Unterschied in der Wertung zu den Romanen von Allende, Zeh & Co schaffen zu können, die von Stil und Sprache und Geschichtskreativität doch eine andere Klasse sind. Aber warum eigentlich? Wenn ich so kurzweilig, lustig, spannend und zum Mitraten wie hier mit gutem Tempo und viel guter Laune unterhalten werde, sind das einfach 5 Sterne, egal in welcher Klasse. Weiter so, dieser Roman hat mir wieder richtig gut gefallen!


Was soll ich sagen? Gute Story, wichtiges Thema, welches nicht wirklich bekannt ist und daher gut, mal darüber zu schreiben, sehr guter Stil, der an sich flüssig zu lesen ist. Aber leider gähnend langweilig für mich. Da kann alles andere noch so gut sein, da gibt es nicht viel Wertung, trotz literarisch wertvoll. Den Rest möge man in den anderen Rezensionen nachlesen und im Klappentext. Schade.


Dieser Roman von Allende ist wieder eines ihrer fantastischen Werke, in dem skurrile Protagonisten mit schrägen Handlungen aber doch ernsten verwoben sind, man sich zwischen schmunzeln und traurig über das Schicksal dieser sich nicht entscheiden kann und welches sehr an die Erstlingswerke erinnert, in denen es immer auch ein wenig mystisch aber auch politisch ist. Klasse und in einem Rutsch durchgelesen, verdient dieser romantische spannende Fall volle Wertung.


Achtung, schlimme Unterhaltungsliteratur, aber so gut. Nora Roberts hat mit diesem ersten Band einer Trilogie um die Rettung der Menschheit mal wieder voll meinen Groschenroman-Zahn getroffen. Pandemie "Das Verderben" rottet 5 Milliarden Menschen aus. Immune Überlebende sind vor allem "die Anderen", Menschen mit neuen Kräften, Feen, Hexen und Hexenmeister. Diese teilen sich aber nun, huch wer hätte es gedacht, in schwarze und weiße Kräfte und natürlich gibt es "die Eine", die Hoffnung bringt. Der Plot wie immer also überschaubar - aber mal echt: die Bücher von Frau Roberts liest man einfach so weg, kann dabei die Umgebung maximal ausblenden und daher volle Punktzahl. 


Leider habe ich dieses Buch am Ende nur noch quer gelesen. Wer die Romane von Sarah Lark rund um Neuseeland und die Maori kennt, bekommt hier schon das Gefühl, es handele sich um einen Copy & Paste Roman. Selbst manche Charaktere schienen mir - hier natürlich unter neuem Namen - übernommen. Das senkt die Spannung und Lesewilligkeit natürlich um einiges. Gut geschrieben ist der Roman schon. Eben Unterhaltungsliteratur.


Nunja, an diesem Buch hat mir im Vergleich zu dem Letzten aus der Reihe, welches ich als obernervig empfunden habe, schon mal gefallen, dass es schneller und spannender war. Die Geschichte ist dabei aber platt, wenn auch tragisch: Ex-Kriegsgebiet-Erschüttertes-Flüchtlings-Kind wächst wegen Trauma zu selbstprügelndem Ehemann auf, ist gleichzeitig in zwielichtigen Geschäften unterwegs und seine Frau schafft es am Ende, ihm zu entkommen, weil Papa mit der rettenden Schrotflinte naht. Soweit so Standard. Dazwischen: hin und her zwischen den Protagonisten, ermittelt wird nicht, denn alles ist klar, viel Anspannung, wieder viel Ehegenerve des Kommissars und seiner Frau und eben wieder eins dieser Bücher, die nicht unterhaltend & positiv hängenbleiben sondern eigentlich nur Energie beim Lesen rauben. Also leider nur 2 Seepferdchen. Schade.


Es strömt in diesem Buch alles so dahin wie auf einem gemütlichen Schoner. Man lern viel über die Zeit um den großen Brand in Hamburg in der Mitte des 19. Jhrd. und danach, die Zeit, Kultur und Lebensart wird anschaulich beschrieben. Allein der Titel hat mich zur Annahme verleitet, der Roman spiele in Australien. Also auch, aber erst am Ende ist das auch so, davor spielt er ellenlang in Hamburg und danach auf See. Auch interessant, aber eben nicht wie erwartet. Und am Ende daher eine mittlere Bewertung wegen zu wenig Tempo aber guter Sprache und anschaulicher Schilderung der Zeit.


Dieser Roman ist so - tja nun. Fangen wir mit dem Positiven an - ich finde es immer wieder gut, über historische Romane Geschichte zu erfahren. Denn da hapert es mit dem Wissen bei mir durchaus. Daher stöbere ich parallel zum Lesen gerne in der Wiki, erkunde auf Google Maps orte und Distanzen und gehe zudem auch spontan in ein historisches Museum, um Kultur, Kleidung und Lebensart zu lernen. Das alles passierte auch hier, ausgelöst um die Geschichte um Otto I. Auch kann der 2. Band gut ohne die Kenntnis des ersten gelesen werden, ebenfalls ein Pluspunkt. Leider aber ist das Buch rundum langatmig und langweilig geschrieben, die Geschichte hätte viel schneller, straffer und spannender daher kommen können. Schade.