Hier findest Du meine Buchempfehlungen. Zum Schmökern vor & nach dem Essen. Die Sammlung wächst kontinuierlich. Die Seepferdchen geben Dir eine ungefähre Richtung an, welche Bücher besonders klasse sind. Meine neuesten Anschaffungen stehen immer zuoberst. Ich versuche, auch zur eigenen Erinnerung, alle Lesebücher zu listen, die ich so verschlinge. Das ergibt dann auch einen schönen Jahresrückblick. "Fünf von fünf Seepferdchen" ist die höchste Bewertung. Viel Spaß beim Stöbern.*

 


LESEBÜCHER 2019


Hier habe ich es ja geschafft, den ersten Band erst nach dem zweiten zu lesen. Der zweite war auch tatsächlich nicht so gut. Der erste hat alles an Spannung, was der Auftakt einer Serie so benötigt und was es einem ersten Band oft auch leicht macht, zu bestehen: interessante Ermittler und Nebendarsteller werden eingeführt. Land- und Leute beschrieben, ein durchaus interessanter Fall wird dazu auch noch aufgebaut. Man liest flüssig mit. Gerne im dritten Band wieder weiter so. Der zweite war ja dann nicht so klasse.


OMG. Dieses Buch habe ich fast übersehen, die Pause war etwas zu lang aber nun ist der 4. Band um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Partnerin Robin endlich gelesen. Wer die Harry Potter Romane der Autorin, die hier unter einem Pseudonym schreibt kennt: ja, sie kann Detektivromane genau so mega vielschichtig, spannend, fesselnd, traurig und mitleidend wie die Geschichten einer Zauberschule. Weil sie Menschen erzählen kann. Und schlaue, komplexe Geschichten mit Wendungen hinerzählt, dass man das Buch nicht aus den Fingern lassen kann. Einfach genial.


Ok, vielleicht war es nicht ganz so schlau, diesen 2. Band aus der Serie um die Richterin Mathilde de Boncourt vor dem ersten zu lesen. Weiter oben: ich habe den ersten nun auch wiedergefunden.  Unabhängig von der Reihenfolge kommt der Fall in diesem Band nicht so richtig aus dem Quark. nach einer Zeit gewinnt der Erzählstil aber Tempo und die Story wird runder. Insgesamt, auch verglichen mit dem ersten Band und anderen Serien, nicht so spannend. Ich würde aber weitere Folgen kaufen, die Protagonisten sind so, wie ich sie mag: nicht nervig, mit persönlicher Ebene angelegt und irgendwie miteinander verstrickt, man weiß nur noch nicht, wie.


Zur Erinnerung: Kommissar Duval ist der mit der Journalistenfreundin Annie in den Bergen von Cannes. Man kommt ja bei den ganzen französischen Ermittlern durcheinander und Ort und Beziehungsstatus helfen da gerade so zum sortieren. Kommissar Duval ist zudem der, dessen Fälle immer gut recherchiert ineinandergreifen, man jede Menge über Land, Leute und Geschichte dazulernt, weil es nicht weit weg von realen Themen ist und zudem das Essen nicht Überhand hat. Einen Punkt Abzug, weil Kommissar Duval auch der ist, der seltsam unpersönlich bleibt, bei dem es selten auch um seine Gefühle geht. So, als ob er gar keine hat, als ob auch jeder beliebige andere Ermitteln könnte. Das mag ich nicht so.


Achtung Spoiler: Sie haben sich geküsst. Und natürlich macht auch die sich anbahnenden Liebesgeschichte von Kommissar Wolf und Tilla den sehr spannenden und bis zum Ende mehrfach wechselden Fall zusätzlich lebhaft, kurzweilig und gut lesbar. Das Tempo in diesem Roman ist rasanter als in den bisherigen Romanen um die schwatzhafte Mamma Carlotta, der Kommissar gefährdet sein Leben, Tilla zeigt ihre wahre Natur und schon ist der Band zuende. Volle Punkteanzahl, gerne weiter so!


Mogelpackung. Und Buchabbruch, was bei mir also kleinste Punktezahl bedeutet. Der erste Teil des Romanes ging wirklich super los. Spannende Geschichte um ein Waisenhauskind, welches Hausmädchen wird und man ahnt es (Achtung, Doppel-Spoiler), am Ende nicht nur schwangere Geliebte sondern auch Halbschwester des edlen Weingutfilius ist. So weit so gut, dieser Teil der Geschichte hat Potential, ist toll und flüssig geschrieben und über Weinernte und Betrieb eines Weingutes Ende 18und lernt man auch schön dazu. Aber dann: Schlachten, Blut, napoleonsches Kriegsgeschehen, Verwundete, noch mehr Blut. Nein, das brauche ich nicht und habe das Buch nicht mehr Zuende gelesen. Sorry not sorry.


Frauenpower. Der aktuellste, sechste Fall des Kommissars Luca Brassoni in Venedig ist der beste und bekommt als erster Band volle Punktzahl. Das liegt vor allem daran, dass es nun eine weibliche Chefin im Kommissariat gibt, die zuerst, wer mag schon Veränderungen, kritisch beäugt wird. Aber gerade diese Veränderung bewahrt die Reihe, in absehbaren Handlungen zu versinken. Mit Witz und Humor geht es weiter und ein spannender Fall kommt dazu. Perfektes Lesevergnügen aus der Lagunenstadt. Urlaubsfeeling inklusive.


Das hatte ich lange nicht mehr, fünf Bände einer Serie so konstant auf gleichbleibend gutem, spannenden Niveau. Und das auch noch hintereinander weg gelesen, was ja bei manch anderer Reihe durchaus irgendwann Strecken bekommen kann. Hier nicht. Was daran liegt, dass die persönlichen Geschichten der Protagonisten weiterhin gut und interessant aufeinander aufbauen und jeder Fall anders ist. Nicht nur die Leiche (haha) sondern auch die Art, wie der Leser eingebunden ist. Mal tappt man im Dunkeln, mal weiß man genau, wer es war, aber es bleibt total spannend, wie am Ende der Mörder gefangen wird. Alles sehr abwechslungsreich und im immer wunderbaren Venedig. Weiter so! 


Wie schon angekündigt, habe ich gerade einen Lauf und lese einfach mal alle Bände um den Kommissar Brassoni in Venedig am Stück. Vor allem hält mich dabei die solide Spannung in den Fällen, das jeder Fall tatsächlich anders gestrickt ist (mal kommt man auf den Mörder, mal geht es um etwas ganz anderes) und die Protagonisten immer sympathischer werden. Das geht übrigens bei den folgenden Fällen so weiter und das will bei einer mittlerweile 6-Bändigen Reihe schon etwas heißen. Weiter so.


Wie schon angekündigt, habe ich gerade einen Lauf und lese einfach mal alle Bände um den Kommissar Brassoni in Venedig am Stück. Vor allem hält mich dabei die solide Spannung in den Fällen, das jeder Fall tatsächlich anders gestrickt ist (mal kommt man auf den Mörder, mal geht es um etwas ganz anderes) und die Protagonisten immer sympathischer werden. Das geht übrigens bei den folgenden Fällen so weiter und das will bei einer mittlerweile 6-Bändigen Reihe schon etwas heißen. Weiter so.


Hier haben wir ebenfalls einen zweiten Band. Und was bei manchen Krimireihen bei mir "Zweitlingsfluch" heiss, weil gerade der zweite Band, vielleicht im Eifer des Gefechtes, besonders abfällt, ist hier zum Glück nicht der Fall. Und, Spoiler sei erlaubt, nach diesem Band habe ich mir gleich alle anderen verfügbaren Folgen erworben. Und den Venedigurlaub gebucht, hachz. Aber nun zum Roman: der Fall ist wieder spannend, die Lokation klasse, die Protagonisten haben alle einen guten Charakter, aber auch ihre paar (Paar-) Problemchen und somit ist alles in allem gut lesbar. Ein Seepferdchen Abzug, weil mir, im Gegensatz z.B. zu den Krimis von Arne Dahl, die Tiefe der Fälle und Sprache fehlt.


Solider zweiter Band um die Köchin Tannie Maria, die neben der Bearbeitung der Klatschkollumne der örtlichen Zeitung, dem Kochen und finden passender afrikanischer Gerichte für alle Lebenssituationen wie im ersten Band der ebenfalls örtlichen Polizei und ihrem Freund Henk hilft, Kriminalfälle zu lösen. Wie im ersten Band gelingt dies spannend, aber auch gemächlich, die Rezepte klingen lecker und sind am Ende in einem umfangreichen Teil des Buches veröffentlicht (wo bleibt das Kochbuch?), haben aber auch manchmal zuviel Raum im Buch anstelle Handlung und leider ist mir persönlich auch der traumatische Rucksack, den Tannie mit sich rumträgt, manchmal zu groß und schwer für diese Art Krimi. Daher ein Seepferd Abzug. Einen dritten Teil würde ich wieder kaufen. 


Der 6. Fall um den Koch aus Luxemburg ist wieder sehr gelungen, spannend, kulinarisch und locker wegzulesen. Diesmal triebt es Xavier in die Welt der Schokolade, man lernt dadurch so einiges und es wird international. Die luxemburgischen Gerichte möchte man sofort nachkochen, die Stadt besuchen schon mal sowieso. Der Fall ist vielschichtig und das Buch klasse.


Bei den Romanen von Simone Buchholz bin ich mir nicht mehr sicher, sehr objektiv zu sein. Wie können denn alle Bände so dermaßen gut sein? Alleine wieder die Sprache - trotzdem ich Präsenz in Büchern hasse, hier stört es so gar nicht und die Worte der Protagonisten könnten alleweile meine Zitatewand schmücken. Riley und ihre Männergeschichten, hachz. Der Plot, spannend, Hamburg eben Hamburg. Gerne wieder!


Am Anfang dieses Buches war ich mir nicht ganz sicher, ob es mir irgendwie gar nicht gefällt oder was passiert. Am Ende hat mich der fließende afrikanische Rythmus, die sich noch einmal voll drehende Story in der Ermittlung um einen Mord und die unfassbar lecker klingenden Rezepte voll überzeugt. Die Hauptfigur hat Potential und eine zweiten Band gibt es auch! Ein Seepferd Abzug aufgrund des anfänglichen Geholpers.


Ich habe wirklich versucht, durchzuhalten. Ein Seepferdchen bedeutet bei mir Buchabbruch. Ich hätte wirklich gerne weiter gelesen. Es ging um einen Zirkus, ich liebe Zirkus! Und um wirklich schräge Gesellen und  die Binewskis sind wirklich schräg. Gar kein Ausdruck. Aber - Präsens (wer die Rezensionen verfolgt hat weiß, wie ich das hasse), viel zu viele Themen- und Zeitsprünge (wer mich kennt weiß, wie sehr ich bei permanentem Hin- und Hergespringe in Büchern den Faden verliere) und somit in Summe leider ein Energiefresser, obwohl der Einband sich wirklich vielversprechend las. Schade.


Ach weh, das ewige Problem der zweiten Krimibände. Ich möchte mal wissen, ob es eine Statistik dazu gibt. Autor legt sich beim ersten Band voll rein, granaten Roman kommt raus. Ist dann für den zweiten Band keine Energie mehr da? Zuwenig Zeit wegen erstmal gefeierter Schaffenspause nach dem Erstling? Egal, auch hier schlug der Zweitlingsfluch zu: wie beim ersten solide Story, super Protagonisten, klasse Locations aber eben: langweilig. Nunja, der dritte Band folgt trotzdem hoffentlich!


Ich liebe sie einfach, die Romane um den israelischen Spion und seine Truppe. Hier wird die Geschichte des letzten Bandes fortgesetzt und es ist für das Verständnis der Handlung und Charaktere schon sinnig, die vorherigen, ebenso grandiosen Romane gelesen zu haben. Die Handlung spoilere ich nicht, der Aufbau des Buches ist wie immer: Ziel wird bestimmt, ein Spion muss angeworben werden, das Ziel wird erfasst und dann, wenn man denk alles gut, geht es erst richtig los zum Showdown. Klasse spannend, wie immer!


Eigentlich bekommen die seichten Krimis aus der Reihe von Gisa Pauly von mir keine Bestwertung, da ich gerne ein Seepferd abziehe, um zum Beispiel einen Unterschied in der Wertung zu den Romanen von Allende, Zeh & Co schaffen zu können, die von Stil und Sprache und Geschichtskreativität doch eine andere Klasse sind. Aber warum eigentlich? Wenn ich so kurzweilig, lustig, spannend und zum Mitraten wie hier mit gutem Tempo und viel guter Laune unterhalten werde, sind das einfach 5 Sterne, egal in welcher Klasse. Weiter so, dieser Roman hat mir wieder richtig gut gefallen!


Was soll ich sagen? Gute Story, wichtiges Thema, welches nicht wirklich bekannt ist und daher gut, mal darüber zu schreiben, sehr guter Stil, der an sich flüssig zu lesen ist. Aber leider gähnend langweilig für mich. Da kann alles andere noch so gut sein, da gibt es nicht viel Wertung, trotz literarisch wertvoll. Den Rest möge man in den anderen Rezensionen nachlesen und im Klappentext. Schade.


Dieser Roman von Allende ist wieder eines ihrer fantastischen Werke, in dem skurrile Protagonisten mit schrägen Handlungen aber doch ernsten verwoben sind, man sich zwischen schmunzeln und traurig über das Schicksal dieser sich nicht entscheiden kann und welches sehr an die Erstlingswerke erinnert, in denen es immer auch ein wenig mystisch aber auch politisch ist. Klasse und in einem Rutsch durchgelesen, verdient dieser romantische spannende Fall volle Wertung.


Achtung, schlimme Unterhaltungsliteratur, aber so gut. Nora Roberts hat mit diesem ersten Band einer Trilogie um die Rettung der Menschheit mal wieder voll meinen Groschenroman-Zahn getroffen. Pandemie "Das Verderben" rottet 5 Milliarden Menschen aus. Immune Überlebende sind vor allem "die Anderen", Menschen mit neuen Kräften, Feen, Hexen und Hexenmeister. Diese teilen sich aber nun, huch wer hätte es gedacht, in schwarze und weiße Kräfte und natürlich gibt es "die Eine", die Hoffnung bringt. Der Plot wie immer also überschaubar - aber mal echt: die Bücher von Frau Roberts liest man einfach so weg, kann dabei die Umgebung maximal ausblenden und daher volle Punktzahl. 


Leider habe ich dieses Buch am Ende nur noch quer gelesen. Wer die Romane von Sarah Lark rund um Neuseeland und die Maori kennt, bekommt hier schon das Gefühl, es handele sich um einen Copy & Paste Roman. Selbst manche Charaktere schienen mir - hier natürlich unter neuem Namen - übernommen. Das senkt die Spannung und Lesewilligkeit natürlich um einiges. Gut geschrieben ist der Roman schon. Eben Unterhaltungsliteratur.


Nunja, an diesem Buch hat mir im Vergleich zu dem Letzten aus der Reihe, welches ich als obernervig empfunden habe, schon mal gefallen, dass es schneller und spannender war. Die Geschichte ist dabei aber platt, wenn auch tragisch: Ex-Kriegsgebiet-Erschüttertes-Flüchtlings-Kind wächst wegen Trauma zu selbstprügelndem Ehemann auf, ist gleichzeitig in zwielichtigen Geschäften unterwegs und seine Frau schafft es am Ende, ihm zu entkommen, weil Papa mit der rettenden Schrotflinte naht. Soweit so Standard. Dazwischen: hin und her zwischen den Protagonisten, ermittelt wird nicht, denn alles ist klar, viel Anspannung, wieder viel Ehegenerve des Kommissars und seiner Frau und eben wieder eins dieser Bücher, die nicht unterhaltend & positiv hängenbleiben sondern eigentlich nur Energie beim Lesen rauben. Also leider nur 2 Seepferdchen. Schade.


Es strömt in diesem Buch alles so dahin wie auf einem gemütlichen Schoner. Man lern viel über die Zeit um den großen Brand in Hamburg in der Mitte des 19. Jhrd. und danach, die Zeit, Kultur und Lebensart wird anschaulich beschrieben. Allein der Titel hat mich zur Annahme verleitet, der Roman spiele in Australien. Also auch, aber erst am Ende ist das auch so, davor spielt er ellenlang in Hamburg und danach auf See. Auch interessant, aber eben nicht wie erwartet. Und am Ende daher eine mittlere Bewertung wegen zu wenig Tempo aber guter Sprache und anschaulicher Schilderung der Zeit.


Dieser Roman ist so - tja nun. Fangen wir mit dem Positiven an - ich finde es immer wieder gut, über historische Romane Geschichte zu erfahren. Denn da hapert es mit dem Wissen bei mir durchaus. Daher stöbere ich parallel zum Lesen gerne in der Wiki, erkunde auf Google Maps orte und Distanzen und gehe zudem auch spontan in ein historisches Museum, um Kultur, Kleidung und Lebensart zu lernen. Das alles passierte auch hier, ausgelöst um die Geschichte um Otto I. Auch kann der 2. Band gut ohne die Kenntnis des ersten gelesen werden, ebenfalls ein Pluspunkt. Leider aber ist das Buch rundum langatmig und langweilig geschrieben, die Geschichte hätte viel schneller, straffer und spannender daher kommen können. Schade.