Hier findest Du meine Buchempfehlungen. Zum Schmökern vor & nach dem Essen. Die Sammlung wächst kontinuierlich. Die Seepferdchen geben Dir eine ungefähre Richtung an, welche Bücher besonders klasse sind. Meine neuesten Anschaffungen stehen immer zuoberst. Ich versuche, auch zur eigenen Erinnerung, alle Lesebücher zu listen, die ich so verschlinge. Das ergibt dann auch einen schönen Jahresrückblick. "Fünf von fünf Seepferdchen" ist die höchste Bewertung. Viel Spaß beim Stöbern.*

 


LESEBÜCHER 2018*


Solide, aber reisst einen beim Lesen nicht vom Hocker. Vor- und gleichzeitiger Nachteil bei diesem 9. Band um den dörflichen Polizisten Bruno, seinem Hund Balzac und seinem Pferd Hector ist, dass es fast während des gesamten Buches kaum um eine Leiche geht. Hier wird nicht klassisch ermittelt, Laborergebnisse kommen nur am Rande vor und gruselige Obduktionen bleiben dem Leser erspart. Dafür wird eine dichte Geschichte aufgebaut, in diesem Fall lernt man viel über Autorennen und Bugatti. Aber so richtige kriminalistische Spannung kommt dabei halt nicht auf. Daher, im Vergleich zu anderen 4er Wertungen nur eine wirklich solide Drei.


Man muss ja konsequent sein. Und 1 Seepferdchen bedeutet nun mal Buchabbruch, was hiermit auch zu dokumentieren ist. Obwohl das Buch wirklich superlustig loslegt und das Motto einleuchtend daher kommt, wird es dann so megaflach, dass ich nur noch quer gelesen habe und am Ende gar nicht mehr. Ja, kein Sport, keine gesunde Ernährung, Alkohol egal, was auch immer, arbeiten auch egal, es wird schon. Alles ist so simplifiziert, dass es noch nicht mal mehr lustig bleibt. Es werden pseudowissenschaftlich daherkommend zwar die passenden Quellen für all diese Gegenthesen geliefert. Aber echt, dass muss ich nicht lesen. Einen Scheiß muss ich. Und das vom Fischer-Verlag? Ächtz. Mein zugegebenermaßen spießiges Weltbild ist hiermit zerrüttet.


Solider Frankreich-Krimi zum nunmehr vierten Male mit dem sympathischen deutschen Leon Ritter, den es nach Frankreich verschlagen hat. Dort löst er als Mediziner mit seiner Polizeifreundin Isabelle Fälle, weil er den Leichen während der Obduktion zuhört und somit ihre Geschichte erkennt. Der Fall ist spannend, aber nicht so, wie manch anderer Krimi meiner Frankreichreihe und somit gibt es ein kleines Seepferdchen Abzug.


So, ich habe mich definitv eingeschnulzt. Es darf im Moment entweder ein Krimi aus dem wärmenden Frankreich sein oder ein Herz-Schmerzroman, wahlweise um eine Bücherei, ein Hotel oder irgendetwas mit Kochen oder Backen am Meer. Derer Handlungen gibt es ja viele und somit ist Nachschub garantiert. Damit es nicht allzu sehr in die Tiefen von Groschenromanen abrutscht, sind gute Autorinnen gefragt, die vernünftig schreiben. Hierzu gehört Frau Engelmann garantiert und ich lese die Nordsee-Bände gerne, es gibt auch schon die Ostseevariante im Vorrat. Ein Pferd Abzug, weil sie im Präsenz schreibt, was ist persönlich gruselig finde. Wie übrigens auch beim letzten Schätzing. Unnötig das.


Wie bewertet man eigentlich Bücher, die an sich ganz klar eine andere Liga sind, was Inhalt, Horizont und Niveau anbelangt? Kann ich einen Porsche mit einem Käfer überhaupt vergleichen (ja, über den Motor sicherlich)? Hier gilt für mich dann einfach bei Alltagsbüchern: lässt sich am Stück verschlingen und man taucht nicht mehr auf - volle Punktzahl. Egal, ob Groschenroman oder Nobelpreisliteratur. Insofern ist auch dieses Buch super. Aber Achtung, Spoiler: was als "Aussteigerroman" daherkommt (Ärztin erbt Bäckerei und bleibt in einem spanischen Kaff hängen), ist eine Familiengeschichte mit vielen Elementen der Vergangenheit und auch ein paar nicht ganz konsistenten Zeit- und Handlungssprüngen. Daher auch etwas an meinen Erwartungen vorbei, weil nicht so lustig leicht, wie gedacht.


Eigentlich gemein, ein Seepferdchen weniger zu geben, denn dieser Roman ist so herrlich frisch weg zulesen, dass er für diese Art der "Literatur" eigentlich 5 Pferdchen verdient. Aber wenn man ihn mit anderen Highscorern vergleicht, tja, er ist halt überschaubar anspruchsvoll gehalten. Aber was soll es, ich liebe diese Aussteigerromane mit Herz und Schmerz, bei denen die Protagonistin wahlweise ein Hotel oder eine Bücherei am Ende der Welt oder auf einer ausgedachten Nordseeinsel gründet. Insofern also grandiose 5 Herzschmelzpunkte. Hach.


Dieses Buch habe ich einfach mal so  weginhaliert. Spannend, wenn auch diesmal nicht wirklich mit ermittelt werden musste, weil klar war, worum es geht, ein furioses Finale, sympathische Personen, gut geschrieben. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Im ersten Fall von Albin Leclerc und seinem Mops Tyson ging mir der Ex-Kommissar noch auf die Nerven, jetzt ist alles gut. Weiter so! 


Schwierig. Was soll ich sagen? Der neue Schätzing wurde mittlerweil e in der Presse (siehe Artikel der Zeit oder SZ) wirklich zerissen. So schlimm fand ich ihn nicht. Er ist wie immer extrem langatmig geschrieben und man quält sich mitunter extrem durch die Sätze. Die zwar in ihrer Bedeutung grandios zu interpretieren sind, aber nun eben: lang & verworren. Die Handlung? Echt, Herr Schätzing: eine künstliche Intelligenz (KI), parallele Universen (PU) und Killerinsekten gepaart mit einem Mordfall? Das hatten wir so schon bei Stargate und Konsorten in allen Details. Und dann noch physikalische Unlogik, weil sonst die Story nicht passt? Ich bin raus.


Da ich keine Null Seepferde vergebe und ein Seepfern meist Buchabbruch bedeutet, kommt dieses Buch noch mit 2 Seepferden davon. Warum? Weil es ganz klar meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Wären diese anders gewesen, das Buch hätte mit seinem guten Schreibstil wohl eine bessere Bewertung bekommen. Es geht um eine der ersten Frauen, die bei Olympia Langstrecke gelaufen sind. Eigentlich geht es aber nicht darum, was ich schwerpunktmäßig erhoffte (Olympia, Frau, Aufbruch usw.). Sondern um das verkappte Leben. Dieses wird im Zeitsprung erzählt, der Roman beginnt im Pflegeheim. Die Stimmung sowohl im Jetzt als auch in der Retroperspektive: meist eher so muffelig maulig. Ne, das hatte ich anders erhofft.


Hier geht es um die Rückkehr der Wölfe und das Thema ist durchaus auch gut durchleuchtet worden als Nebenhandlung im eigentlichen Krimiplot. Wie auch schon in den Bänden davor, ist handwerklich wieder alles ok, Protagonisten, Fall und Thema gut aufbereitet. Aber am Ende eben nicht so superspannend und megafesselnd sondern solide und nett.


Dies ist die Serie um den Kommissar Duval, der mit der Journalistin Annie rund um Cannes ermittelt. Kommissar und Fall kommen spannend daher, alles in allem reisst es einen aber nun nicht so vom Hocker. Daher bleibt dieser solide Krimi zum Weglesen dann doch hinter den Bestsellern etwas zurück.  


Weitere geht es im Serienmarathon der Krimis, diesmal ist wieder Frankreich dran. Sehr geschickt ist dabei Frau Dries. Damit es vor Ort in Barfleur nicht zu langweilig wird, sendet sie ihren höflichen, zuvorkommenden Kommissar diesmal an die Silberküste. Auf jeden Fall lernt man so Frankreich kennen. 2 Seepferde Abzug gibt es, weil die Story zwar gut wegzuschmökern, aber etwas simpel und sogar langweilig und vorhersehbar daher kommt. Schreibstil und Protagonisten sind aber wie immer gut zu ertragen und durchaus kurzweilig.


Dies ist der siebte Fall von Dan Sommerdahl, in dem auch wie immer seine Exfrau Marianne und der eigentlich ermittelnde Kommissar Flemming Torp nebst Assistentin Pia mitspielen. Ich empfehle bei dieser Reihe, durchaus von Anfang an mitzulesen, die durch die Serie fortlaufende Story um die Protagonisten ist doch recht umfangreich. Wie schon in andern Bänden, ist die Qualität immer gut, aber manchmal der "kahlköpfige Detektiv" immens nervig. Immerhin konnte ich bei Band 7 nun für mich herausfinden, dass es immer dann so ist, wenn Frau Grue Herrn Sommerdahl in ein tiefes Loch umfangreichen Selbstmitleides verbannt. Dann ist es zwar noch spannend, charakterlich aber nur noch schwer auszuhalten. Pech. 3 Seepferde Abzug. 


Dieser Fall ist noch besser als der fünfte in der Reihe und geht aber voll unter die Haut. Man ahnt es schon in der Einführung (ACHTUNG SPOILER), die Tote ist eine Bekannte aus den vorherigen Büchern. Quasi. Und damit ist der Mörder vielleicht unter uns? Natürlich geht es am Ende vielschichtiger zu, und Dan Sommerdahl darf auch wieder mit ermitteln. Schöne Idee diesmal: weil der polizeiliche Hauptkommissar wegen Befangenheit eine leicht zickige Partnerin aus der Großstadt zur Seite bekommt, heuert die Hauptangeklagte wiederum den schönen Dan an. Guter Roman, gut geschrieben.


Der nächste 5. Band, ich lese mich durch die Krimiserien Frankreichs und Skandinaviens hindurch. Dieser hier verdient volle Punkte. Die Story, die Charaktere und die Möglichkeit zum Mitraten sind gleichermaßen gut und spannend vorhanden und man liest wirklich ein gut geschriebenes Buch flüssig weg. Als Bonus gibt es aber immer wieder den köstlichen Schlagabtausch zwischen der supercoolen Madame le Commissaire und ihrer rechten Hand. Der nerdige, leicht wirre Assistent Apollinaire trägt unbedingt zwei verschiedene Socken und löst die Fälle durch schräge Ideen. Klasse Team, klasse Fall und dazu noch gutes Wetter! 


Dies ist der 5. Band um den ermittelnden Detektiv Dan Sommerdahl und den eigentlichen Hauptkommissar Flemming Torp. Beide schaffen es in diesem Fall, viele lose Enden am Ende zusammenzufassen und den Mörder (nein, es war nicht der Gärtner, aber fast) zu finden. Das Buch ist ausnehmend spannend, weil man von Anfang an spannende Ermittlungsbröckchen zugeworfen bekommt und mit tüfteln kann. Eines der Bücher, bei denen der Leser so schlau bleibt wie die Polizei und es keinen Wissensvorsprung gibt. Ideal also für alle Miss Marpels unter uns.


Geniale Idee und schmonzettig geschrieben. Zum Unkomplizierten Weglesen. Aber von vorne: was macht einen Krimiautorin, wenn die Hauptdarstellerin der sonstigen Serie mal Pause braucht? Genau: eine neue Protagonistin muss her, ermittelt aber am gleichen Set, trifft bekannte Gesichter aus der alten Serie und so ist man von Orten und Gestalten umgeben, die einen vertraut willkommen heißen. Gleizeitig ist aber auch alles neu und noch mal so spannend. Die Kombination ist klasse und die Story auch. Einen Seepferd weniger, weil die Bodden-Romane eben doch eine andere Liga sind als meine skandinavischen Lieblinge. Eigentlich ungerecht. Also 4+++.


Wow, ein super Auftakt zu einer Serie, die es schon länger gibt, aber ich jetzt erst auf Anraten meiner Buchhändlerin entdeckt habe. Beschrieben wird es als "wenn Harry Potter erwachsen geworden wäre", aber so ganz passt das nicht. Denn im Wesentlichen geht es hier um Polizeifälle im heutigen London, die zu lösen sind. Ok, dass dabei Geister, Magie, Trolle und andere Wesen eine wesentliche Rolle spielen, gehört einfach dazu. Am Ende wird der Roman etwas wirr und langatmig, daher gibt es ein Seepferdchen Abzug. Sonst aber mit viel Wortwitz und grotesk-gruseligen Beschreibungen hervorragend verfasst.


Wieder ein großartiger Roman um den israelischen Geheimagenten Gabriel Allon. Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass auch dieser Roman (siehe die letzten Bücher von Anne Holt und Camilla Läckberg) einen terroristischen Hintergrund hat. Aber wie schon gesagt, muss wohl so sein, um up to date zu bleiben als Autor und auch Verkäufer einer Thriller-Reihe. Inhaltlich wie immer brilliant aufgebaut und geschrieben, ein Genuss zum Weglesen. Also klare 5 Seepferdchen. 


Ich mag Maria Kallio sehr als ermittelnde Kommissarin mit ihrem kleinen Team zur Lösung "seltsamer Fälle". Vor allem mag ich an diesem nordischen Roman sehr, dass er in Finnland spielt und nicht wie so viele der skandinavischen Krimis in Norwegen oder Schweden. Finnland ist schon etwas schräger und noch dunkler. Der Roman selbst schwankt in der Wertung knapp an 3 Seepferden vorbei, weil er manchmal zu langweilig und langatmig ist. Die Lösung baut sich Stück für Stück gut nachvollziehbar und dicht auf, aber ein paar Umdrehungen weniger hätten auch gereicht. Daneben das, teilweise tragische persönliche Gedöns der Protagonisten, ohne den eine Krimiserie offensichtlich nichts auskommt, wegen der Bindung und so. Aber gut zu lesen.


Dieser Roman war so fesselnd, dass er eigentlich 6 Seepferde verdient. Hier ist alles dabei. Ein Cold Case, ein ziemlich cooler, seltsamer neuer Protagonist, der der bekannten Hauptkommissarin Hanne Willemsen nun zur Seite steht. Dazu die üblichen Zutaten Terror, alte Liebe und spannende Seitenstränge. Gerne wieder. Einziger Wermutstropfen: in den aktuellen Krisenzeiten mit Anschlägen und Ausländerthemen muss sich wohl auch all dies in einem Krimi wieder spiegeln, damit es kaufbar ist. War schon im Roman von Camilla Läckberg "Die Eishexe" so und wiederholt sich hier. Aber muss wohl so.


Ein sehr guter Krimi, der von Anfang an spannend, hervorragend lesbar und so gut aufgebaut daherkommt, dass man bis zum Ende in die Lösung des Falls einbezogen bleibt und mit rätselt. Wie immer springt die Handlung bei Frau Läckberg zwischen verschiedenen Zeitebenen, aber hier ist es gut zu ertragen und nicht zu wirr oder so, dass ich abgehängt wurde. Die Sprache ist gut und daher volle 5 Seepferdchen. Die Romane um die bekannten Hauptfiguren im kleinen Seeort Fjälbaka bleiben eine sichere Bank.


Albin Leclerc, im ersten Band ein noch etwas leicht unsympathischer, frisch aus dem Dienst verrenteter Kommissar, ist nun viel netter. Und ermittelt sehr aufmerksam und strukturiert, man hat Spaß und Spannung beim Mitdenken. Ein somit rundum gelungener Band, der kurzweilig wegzuschmökern ist. Ein Seepferdchen Abzug gibt es für das Ende. Sorry (Achtung, Spoiler!), zu morden, um das kulturelle Weinerbe Frankreichs zu retten, ist pure Ironie..!


Örgs. Ich lese gerade einen anderen französischen Krimi und versuche mich an dieses Buch, welches ich vorher las, zu erinnern. Es fällt mir nicht ein?! Liegt das an meiner akuten Aufmerksamkeitsschwäche oder am Buch? Egal. Der ermittelnde Kommissar ist mittlerweile viel netter geworden, aber am Ende (kein Spoiler), kippt das Buch etwas schräg ab. Der Fall selbst ist streckenweise langatmig und wie immer müssen nebenbei Beziehungsprobleme gelöst werden, was das Zeug hält.    


Historische Romane kann Frau Kinkel wirklich. Diesmal versucht sie sich dabei, das Ganze mit einem Mordfall zu verknüpfen und das ist ihr klasse gelungen. Zudem wie immer: präzise recherchierte Fakten, mal wieder toll etwas dazugelernt, grandiose Sprache und kurzweilig geschrieben. Es geht am Ende vor allem um das Verhältnis der Schwestern Droste-Hülshoff und den Brüdern Grimm. Dazu lernt man etwas zur Napoleonzeit in Hessen und vieles mehr. Klasse!


Großartiger Roman in der Nachkriegszeit, verknüpft durch einen Kriminalfall in die heutige Gegenwart. Meine Ömi meinte, lies das, dann weisst Du wie es uns nach dem Krieg in Essen ging. Dieses Buch spielt zwar nach dem Krieg in Hamburg aber hat trotzdem einen zeitgeschichtlichen Eindruck hinterlassen. Und war zudem sehr spannend und gut geschrieben. Prima Buch, welches unverhofft ausgeliehen auf meinem Nachttisch landete. Klare Kaufempfehlung.


Ok, Buchabbruch, was war das denn? Falsche Zeit für dieses Buch oder wirklich falsches Buch? Nach ca. 50 Seiten habe ich es zugemacht und werde es auch nicht wieder aufmachen. Ja, die Erinnerung an Ostenard war komplett weg, aber das sollte laut Herrn Williams nichts machen. Gleichwohl war es einfach nur wirr und gähnend langweilig. Handlungen wurden beschrieben ohne das man überhaupt nur ahnte, worum es gehen würde. Ich brauche einen spannenden Aufhänger beim Lesen, der mich durch die Seiten treibt. Den habe ich hier leider nicht schnell genug gefunden.


Hier habe ich wirklich lange gegrübelt, ob es sogar fünf Seepferdchen werden. Aber 5 ist halt das absolute Obermaximum, sozusagen fehlerfrei, egal in welchem Bereich. Und das ist dieser Roman halt nur fast. Vor allem, weil er aus meiner Sicht zu oft zwischen den Handlungssträngen springt (aufmerksame Leser der Rezensionen wissen um meine Einstellung hierzu) und streckenweise, vor allem auf den letzten 100 Seiten, langweilig wird. Ansonsten ist das Buch sehr unterhaltsam, Geschichtserklärend, spannend und gut geschrieben. Auf jeden Fall eine Anschaffung wert.


Zuerst einmal etwas zur Schriftsprache von Frau Dries. Sie schreibt sehr klar, schwingend und melodisch, dabei sind ihre Sätze präzise und kurz. Dies führt bei mir zu einer unglaublichen Entspannung beim Lesen, es ist ein interessanter Effekt. Ähnlich wie die Sprache kommt der Protagonist, eine ehemaliger Kommissar daher. Leise, höflich, zuvorkommend. Erstaunlich das. Inhaltlich sind die Fälle mal so mal so, meist nicht sehr dicht aber durchaus auch mal spannend, wie dieser hier um einen Serienmörder. Trotz allem weit hinten im Feld der wirklich guten 4er Romane und grandiosen 5er-Wertungen. Aber ordentlich zu lesen!


Hier war ich wirklich lange am Überlegen, wieviele Seepferdchen es gibt. Ich habe dabei diesen sechsten Band um den freundlichen Kommissar aus Barfleur vor dem folgenden siebten gelesen, der auf jeden Fall ein Pferd besser war. Da der 7. aber nicht 4 Pferde haben kann, vergleicht man ihn mit anderen 4ern hier, mussten es hier also zwei werden. Ermittelt wird diesmal in Verdon, aber die Story ist so konstruiert und erst ganz am Ende wird sie klar, dass es leider dadurch streckenweise langweilig ist. Nett, aber langweilig eben. Es plätschert so dahin.  


Interessante Story, wie immer bei Charlotte Link spannend und flüssig geschrieben, ohne platt formuliert zu sein. Warum dann nur 3 Seepferde? Ein Seepferd Abzug, weil die Charaktere nervig sind. Ja, man kennt das von meinen Bewertungen, zu viel destruktive Energie macht mich müde beim lesen und unlustig. Es muss nicht immer Eitel Freude Sonnenschein sein, aber positiv, auch bei Mord und Totschlag. Das zweite Seepferdchen, weil die Geschichte viel zu häufig springt. War ich schon durch die Charaktere genervt, endete mal wieder ein Handlungsstrang in einem Cliffhänger und im nächsten ging es weiter. Kann man machen, ist aber nicht so meins. Alles in allem ein solider Krimi aber mit Schwächen.


Joah. Die bisherigen Rezensionen waren nicht so gut und ich hatte die Hoffnung, man hätte sich geirrt. Nö. Die vorherigen Bände waren spannend, mystisch und genau auf die Art und Weise zwischen den Welten verwoben, dass man es glauben konnte. Das war der special Twist von Frau Kearsley. In diesem Band hat sie das wohl vergessen. Als ob sie es rechtfertigen müsste, werden die Fäden in frühere Zeiten abgetan und am Ende wird alles eher wie ein Kriminalfall dargestellt. Der erste Teil des Buches war fast schon etwas nervig aufgrund der Protagonisten, der zweite ging und gewann auch an Tempo. Alles in allem 3 Seepferde, wobei eines noch ein Gnadenpferd aus vergangenen Zeiten ist. Schade.


OMG. Diese Band in der Reihe um die skurrile Protagonistin Frieda Klein ist genauso spannend wie die 6 Bände davor. Man könnte meinen, mit 7 Bänden auf eine Woche ist die Serie zu Ende, aber das furiose Finale rund um die eigenwillige Frieda, ihre Freunde und den Serienmörder, der mitspielt & ihr Haus in London kommt noch. Hoffentlich bald, denn dichter, schneller, spannender und schräger geht es kaum. Großartige 5 Seepferdchen, ich würde sogar 6 geben!


In dieser Serie geht es "ein so, ein so". Der letzte Band: klasse. Dieser hier: geht so. Streckenweise langweilig, wenn auch wie immer gut geschrieben. Der Fall wieder sehr gut ausgedacht und aufgebaut, aber der Roman hätte auch 1/3 kürzer ausfallen können, und es hätte nichts gefehlt. Und zudem hasse ich es, Achtung, Spoiler, wenn Protagonisten an schweren Krankheiten erkranken - wozu braucht eine Krimireihe das? Zusätzliche Spannung, weil echtes Leben? Dazu lese ich diese Romane nicht. 2 Seepferchen Abzug dafür.


Der dritte Band ist klasse. Und verdient als ersten von den bisherigen dreien alle 5 Seepferdchen. Der Plot: grandios. Die ermittelnden Protagonisten: nicht mehr nervig wie im letzten Band. Die Geschichte: spannend bis zur letzten Seite. Weiter so, Frau Grue. Jetzt habe ich sogar schnell den 4. Band bestellt, den fünften gibt es derzeit erst gebunden.


Genialer Plot. Sehr ausgefeilte, stimmige Geschichte um einen Heiratsbetrüger aus einer Sekte der, wie sich am Ende herausstellt, nur  helfen wollte und mit guten Absichten daherkam. Fast. Warum also nur 3 Seepferdchen? Weil Dan Sommerdahl so unendlich nervt in diesem Band. Und die persönliche Ebene mit seinem Freund Torp, dem echten Kommissar. Wie wärs mal mit reden, ihr beiden? Der Roman ist sehr spannend, verströmt aber diese negativen Schwingungen, die beim Lesen schlechte Laune machen. You know what I mean? Aber trotzdem noch ok.


Ein neuer Stern am Kommissar-Himmel? Wer wäre dann der Kommissar? Torp Flemming, der wirklich bei der Polizei arbeitet oder Dan Sommerdahl, der irgendwie immer in die Fälle seines besten Freundes Torp hineinschlittert, obwohl er eigentlich was mit Werbung macht? Und welche Rolle spielt Marianne in dem Reigen, Dans Frau und Torps ehemalige Freundin zu Jugendzeiten? Ein spannender Auftakt zu einer neuen Serie ist dieses Buch, was in Christianssund in Dänemark spielt. Reicht aufgrund der manchmal fehlenden psychologischen Tiefe nicht ganz an die Romane von Arne Dahl heran, daher ein Seepferdchen Abzug.


Ahhh, diese Romane machen mich echt fertig. Diese Vielschichtigkeit, diese verschiedenen Handlungsebenen, der Böse ist am Ende doch der Gute, nichts ist, wie es scheint. So für 3 Seiten vor dem Einschlafen definitiv nichts, man würde dann nur einen Teil der Geschichte mitbekommen. Am Ende wie schon beim letzten Mal ein mega Cliffhanger und der dritte Teil kommt hoffentlich bald. Und nein, wie beim Vorgänger (siehe unten) Sieben minus Eins geht es nicht wirklich um Rechenaufgaben. Wahnsinnsroman.


Fantasie war und ist eines meiner Liebslingsgenres. Es regt die eigene Fantasie an, man kann herrlich weg träumen, es bringt nicht zu viel zusätzliche Realität in den Alltag und wer mag seit der Unendlichen Geschichte Drachen nicht und dem Herr der Ringe Fabelwesen aller Art und Zauberer? Diese Serie von Peter Brett geht mit dem 5. Band in den Endspurt und ich werde alle sehr vermissen. 



LESEBÜCHER 2017*



Hier findest Du, was ich 2017 gelesen habe. Die Zusammenfassung steht hier. Viel Spaß beim Stöbern.