Mandelhörnchen

Mandelhörnchen

 

Von diesem Rezept war ich ähnlich überrascht wie vom Beginn der diesjährigen Olympischen Winterspiele und der Anzahl der bisher gewonnenen Goldmedaillen. Aber es ist halt bei guter Vorbereitung immer wieder einfach, gute Ergebnisse zu erreichen. Aber Mandelhörnchen selbst herstellen? Ich hatte irgendwie immer im Kopf, dass das bestimmt total kompliziert werden würde.

 

Aber zurück zu Olympia. Hatte ich doch glatt übersehen, dass es dieses Jahr wieder so weit ist. Nun ja, Korea. Ist ja auch nicht um die Ecke. Leider, aber auch gut, sind wir im Urlaub ja oft in Dänemark anzutreffen. Der aufmerksame Leser weiß aber auch (siehe zum Beispiel Irmgards Vanillekipferl), dass zumindest im Schnee mein Herz auch für Tirol schlägt. Umso mehr vermisse ich es, auf Skiern zu stehen und durch den Schnee zu wedeln, vornehmlich natürlich bei bestem Sonnenwetter. Und die Küche dort unten ist ja auch nicht zu verachten, man muss nur arg auf den Hosenbund achtgeben. Daher wohl auch am Ende meine starke Affinität zu Winterspielen, am Liebsten natürlich Olympia, weil da auch mal Menschen um die Ecke kommen und gewinnen, die sonst so keiner auf dem Schirm hat. Oder die einfach mitmachen, man denke an Vanessa Mae auf Skiern. Ihre Kernkompetenz ist eindeutig Violine zu spielen. Und ob das Qualifikationsrennen nun manipuliert war? Man weiß es nicht.

 

Da neben dem Schnee nun auch das Tanzen meine große Liebe ist, liegt eine Verbundenheit zum olympischen Eiskunstlauf nahe. Und ja, ich liebe Kati Witt. Wer hatte nicht Tränen in den Augen und Gänsehaut bei ihrem großartigen Goldlauf 1988 in Calgary?

 

 

Ach, was war das schön. Schön ist sie noch heute (findet der Gatte im übrigen auch) und sie ist vor allem so sympatisch älter geworden. Gut. Zurück zu den diesjährigen Spielen. Denn nach Kati kam erst mal lange nichts. Ein wenig amerikanischer Zickenalarm, Russen bis zum Abwinken und im Einzellauf schon mal eh nicht so wirklich nennenswertes. Und nun das. Nach wie vielen Anläufen? Ich habe schon gar nicht mehr mitgezählt, ist ja auch egal. Denn was Aljona Savchenko und Bruno Massot da auf das Eis gelegt haben, war einfach großartig. Kunst, Sport, Präzision, Ausdruck und ganz ganz viel Gänsehaut, seit langem mal wieder. Und dann noch irgendwie so herzlich unvorbereitet und wie sich alle gefreut haben, hach. 

 

Mandelhörnchen

 

Die Kritiker haben sich überschlagen, Kati im Studio hat sich überschlagen und alle hoffen nun auf einen Kick im deutschen Eiskunstlauf, möge es wieder bergauf gehen nach dieser Medaille. Respekt vor allem an Aljona, für den Sport ja nun auch nicht mehr die Jüngste, endlich hat sie die wohlverdiente Medaille um den Hals. Nach einem Fehler im Kurzprogramm hatte man schon gar nichts mehr erwartet, aber andere Spieler machen auch Fehler und so sollte es am Ende nach dieser Wahnsinnskür also gut ausgehen.

 

 

Ebenso gut und so einfach geht es mit diesem Mandelhörnchen-Rezept mit ganz viel Marzipan auch aus. Glatte 10 Punkte in der A- & B-Note (wenn noch so gewertet würde) sind hiermit zu gewinnen. Probier es mal aus. Ich hatte bei Mandelhörnchen immer Respekt: wie werden die so fluffig? Was für ein Aufwand, diese vielen Arbeitsschritte? Alles klebt? Nein, keine Sorge, mit diesem Rezept bleibt es einfach! Probier selbst! Und dann wieder ab an den Fernseher, Olympia schauen und bei all den Goldmedaillen und dem ganzen eigenen Energieverbrauch vom mitfiebern kommen die Hörnchen auch gelegen. Und beim nächsten Mal erzähle ich dann noch die Geschichte um Ole Einar Björndalen.

 

Mandelhörnchen

 

Rezept für 2 Bleche Hörnchen

 

für den Teig:

400 g Marzipan, geraspelt

200 g Puderzucker

ein paar tropfen Bittermandel-Aroma

2 Eiweiß, steif geschlagen

1 Prise Salz

 

für die Umhüllung:

100 g gehobelte Mandeln

200 g Valrhona Kuvertüre*

 

175°C Ober- & Unterhitze

Backzeit pro Blech ca. 15 Minuten

auf mittlerer Schiene

Abkühlzeit + Trockenzeit berücksichtigen

 

Mandelhörnchen

 

1. Heize den Backofen vor. Vermenge das geraspelte Marzipan in einer Schüssel mit Salz und Puderzucker zu einer homogenene Masse, in die Du danach vorsichtig das steif geschlagene Eiweiß gibst.

 

2. Gebe die Mandeln auf einen Teller. Forme nun aus ca. 30 g Teig jeweils 1 Hörnchen: erst Hände mit kaltem Wasser anfeuchten, dann eine Kugel formen, daraus eine Rolle, leicht platt drücken, in Mandeln wälzen und auf ein Backblech legen, welches Du vorher mit Papier belegt hast.

 

3. Die Hörnchen gehen etwas, daher muss nicht so irre viel Platz zwischen ihnen auf dem Blech sein. Ab in den Ofen, mittlere Schiene, ab 15 Minuten gut beobachten, sie müssen leicht goldig am Rand sofort raus.

 

4. Auf einen Gitter vorsichtig abkühlen lassen, da die Hörnchen war sehr leicht zerbrechen. Dann die Kuvertüre erwärmen und die Seiten der Hörnchen darin eintunken und abkühlen lassen. Mit dem Rest des Teiges genau so verfahren, bis alles aufgebacken ist.

 

5. Die Hörnchen halten sich am besten in einer Keksdose. Wenn man sie nicht vorher komplett aufmümmelt.

 

Lass es Dir schmecken. Sei glücklich!

 

Mandelhörnchen

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