Hier findest Du kontinuierlich ergänzt alle meine gelesenen Bücher nebst Wertung. Die Seepferdchen geben Dir eine ungefähre Richtung an, welche Bücher besonders klasse sind. Meine neuesten Anschaffungen stehen immer zuoberst. "Fünf von fünf Seepferdchen" ist die höchste Bewertung. Ein Seepferdchen bedeutet Buchabbruch. Bei zweien habe ich durchgehalten, aber nur quälend. 3 ist ordentlicher Durchschnitt, gut lesbar aber eben nicht der Brenner, 4 klar gut bis sehr gut und 5 eben einfach nicht zu toppen. Viel Spaß beim Stöbern.*

 


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BÜCHER 2020


Nun. Vom ersten Band mit einer 4er-Wertung hinab auf eine 2er-Wertung, die ab Seite 150 ehrlicherweise nur noch quer gelesen war. Was ist passiert? In Summe glaube ich, find der Protagonist Oxen in diesem Band einfach an zu nerven. Ein wenig Zuviel Mimimi, zuviel Gedöns um ihn und seine nicht vorhandene Beziehung zu seinem Sohn und ein Fall, der mit dem Danehof nichts zu tun hat, sondern mit der Vergangenheit von Franck und Mossman. Das ganze langatmig und irgendwie ohne Ziel. Pech. Oxen, Du bist raus. 


Band 3 der Serie um den Ex-Soldaten Niels Oxen und den Geheimbund Danehof, dem eigentlichen Staat im Staate Dänemark. Wie nicht anders zu erwarten, erweist sich Oxen als sehr lebendig und beschließt nach einer Zeit des Gesundens und Abwartens, seine Unschuld zu beweisen anstelle sich weiter zu verstecken. Dabei kommt er, wie soll es anders sein, mit seinen alten Ermittlern Franck, Mossmann und Sonne zusammen. Was dann kommt, ist zwischen gähnend langweilig, total verschwurbelt und manchmal einfach nur unnötig eine überzogene Geschichte an deren Ende, oh Wunder, der Bund natürlich nicht aufgelöst wird. Gut, ich habe Band 4 gekauft, also wird es hier noch weiter gehen.


Weiter geht es mit der dänischen Reihe um den Ex-Soldaten Niels Oxen, der den Machenschaften des Geheimbundes Danehof auf der Spur ist, auch weil er im Fokus der 3 obersten Bosse steht und exekutiert werden soll. Wie auch im vorherigen Band ist der zweite Teil in sich abgeschlossen, die große Story des Geheimbundes ergibt sich aber erst aus dem Kontext. Es ist solide Krimikunst, da aber an sich Aufbauten rund um Geheimbünde nicht so meins sind, gibt es etwas Abzug. 


Nun, mein Wille in diesem Jahr, mehr Romane zu lesen, scheitert derzeit an den großartigen Krimis in meinem Vorrat. Und dann immer gleich als Reihe, damit man ein paar Wochen am Stück beschäftigt ist. Dieser erste Band hier um den ehemaligen dänischen Soldaten Niels Oxen ist ein solider Start in eine derzeit 4 Bücher umfassende Serie. Der Plot der gesamten Reihe wird in diesem Buch aufgebaut, aber erst in Gänze auf den letzten Seiten - davor geht es um einen Teil des Falles aber vor allem um das Kennenlernen der Protagonisten. Spannend, zweiter Band wird gerade gelesen!


Meine Güte, fast hat er mit Band 4 noch eine Schippe drauf gelegt, was für eine temporeiche Handlung. Die Steigerung der Verwicklungen nehmen ihren Lauf, Band 1-3 sollte zum besseren Verständnis auf jeden Fall vorher gelesen werden! Ansonsten? Klares James-Bond-Feeling, am Ende in einem Grand-Hotel in der Schweiz mit - Achtung Spoiler - der Explosion eines Staudammes und dem Verschwinden des Protagonisten. Ich habe die Bilder vor mir, super Sprache und Erzählkunst. Was für ein Cliffhanger! Und, wichtigste Info am Ende: sie haben sich endlich! Aber geht es wirklich so aus, wie es ausgeht? Band 5, wo bist Du??


Und die Reihe geht weiter und wüsste ich nicht um den vierten Band, der neben mir liegt, hätte dies auch durchaus schon ein fulminanter Count-Down des Gesamtfalles aus Band 1 bis 3 sein können. Meine Güte, was Krüger hier alles in die Handlung gepackt hat, welche Knoten er aus den vorherigen Bänden löst und alles ist wie bei diesen russischen Puppen, es ist in der nächst kleineren immer eine noch kleinere vorhanden, die Handlung mäandert in immer komplizierteren Mustern daher. Wow. Und dann die immer bleibende Spannung: küssen sie sich jetzt nur oder kommt endlich, endlich mehr?


Zweiter Band der Reihe um die Kommissare Winter & Parkov, dem Nachahmungs-Double von Nemez & Snijder. Diesmal sogar mit putzigem Verweis "auf den Niederländer beim BKA" aus der Handlung heraus. Aber nun gut, kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Buches, welcher der Handlung von Band 1 stark nachfolgt. Ein einzelnes Lesen als abgeschlossener Fall ist möglich, macht aber bei dieser Reihe so gar keinen Sinn, bitte beachten. Der Fall ist gut, die Handlung spannend. Warum ein Seepferdchen Abzug? Für die etwas zu poetische Sprache und den etwas zu verworrenen Fall. Ansonsten: mega Reihe! 


Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob dieses Buch nicht eigentlich 5 Seepferdchen verdient. Denn insgesamt habe ich lange keinen so rasanten Buchverlauf, durch den ich mich im Nullkommanichts durchgelesen habe, erlebt. Aber ich glaube, dass es doch mittlerweile das skandinavisch düstere, verwobene, komplexe ist, welches mich bei einem guten Buch fesselt. Fitzek, welcher durchaus sehr gute Thriller komponiert, gleicht im Stil doch eher amerikanischen high-speed-Handlungen. Dadurch wird es aber automatisch nie so dicht wie z.B. in einem Buch von Arne Dahl. Beides ist gut. Für mich das eine aber besser.


Ziemlich daneben. Ich bekam dieses Buch bereits mit den Wortes ausgeliehen: "Schau mal, was Du meinst, die wurde so gelobt, aber dieses Buch....". Ich mag also beeinflusst gewesen sein. Kenne aber andererseits alle bisherigen Fälle und fand diese, wenn auch ganz anders als meine bevorzugten skandinavischen Krimis, immer gut. Aber nun hier: am Ende konnte ich das Buch gerade eben nur noch quer lesend abschließen vor lauter Langeweile. Die Szenerie war schnell klar, man hatte von Anfang an das Gefühl, jemand stehe mit der Bremse auf der Handlung. 200 Seiten weniger wären inhaltlich auf das gleiche, lahme Ergebnis herausgekommen. Puh, Frau Neuhaus. Zeit für eine neue Reihe?


Hm. Es ist der nunmehr sechste Band um die englische Familie Warringham, dieser Roman spielt bis ca. 1215 in England und Frankreich, d.h. ein paar Generationen haben wir in Band 1-5 schon hinter uns gebracht. Wie immer hat auch die Hauptfigur dieses Bandes ein Händchen für Pferde, im Zentrum steht John Plantagenet, König von England, mal von Frankreich, je nachdem. Yvain von Warringham, und das ist das Gute an diesem Roman, steht in jedem Kapitel im Vordergrund, wir begleiten ihn durch seine Knappenzeit, bis zum Master of Horses und erleben seine amourösen Verquickungen und tiefe Liebe am Hofe. Aber ach: der Rest ist nach Standardrezept gebaut - Intrigen hier und dort, Verstoßen, dann wieder nicht, geliebt, dann wieder nicht und so plätschert man durch die Jahre - die letzten 100 Seiten vermochte ich nur noch quer zu lesen, die Luft ist raus.