Hier findest Du kontinuierlich ergänzt alle meine gelesenen Bücher nebst Wertung. Die Seepferdchen geben Dir eine ungefähre Richtung an, welche Bücher besonders klasse sind. Meine neuesten Anschaffungen stehen immer zuoberst. "Fünf von fünf Seepferdchen" ist die höchste Bewertung. Ein Seepferdchen bedeutet Buchabbruch. Bei zweien habe ich durchgehalten, aber nur quälend. 3 ist ordentlicher Durchschnitt, gut lesbar aber eben nicht der Brenner, 4 klar gut bis sehr gut und 5 eben einfach nicht zu toppen. Viel Spaß beim Stöbern.*

 


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BÜCHER 2020


So langsam groove ich mich wieder ein beim Lesen, ich habe jetzt einfach alle Schnulzenfrauenromane, die ich noch hier zum Ausleihen liegen hatte, angefangen und was soll ich sagen: genau das richtige für isolierte Coronaabende. Hier gibt es eine Wertung Abzug, weil es trotz guter Story teilweise etwas lahm erzählt ist und die Story erst ziemlich lange (nämlich bis zur Hälfte) aufgebaut wird, bis der entscheidende Mord passiert, um den es am Ende gehen soll.


Ein Seepferdchen Abzug gibt es für die Zeitsprünge, die aus meiner Sicht nicht hätten sein müssen, das Buch ist schon an sich aufgrund der Geschichte megaspannend und die Charaktere gut differenziert. Und wirklich bis zuletzt war es offen, wer in dieser kriminalistischen Familiengeschichte der Mörder war. Daneben die gewünschte irische Romanze mit ein paar wohldosierten Verwicklungen und natürlich dem Happy-End. Anscheinend genau die richtige Corona-Lektüre, die ich brauchte. Endlich wieder ein gutes Buch.


Buchabbruch. Und Anmerkung an mich selbst, keine Bücher mit hochgestochenen Preisen mehr zu kaufen, denn anscheinend sind viele davon einfach gähnend langweilig derweil sie versuchen, besonders eindringlich, intelligent und tiefgründig daherzukommen. Ja, bei einem Buchabbruch kann man es natürlich nicht wirklich wissen, aber ich habe einfach keine Lust mehr auf solchen Krampf.


Buchabbruch. Präsens = Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird = grauenhaft für mich zu Lesen. 


Buchabbruch. Präsens = Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird = grauenhaft für mich zu Lesen. 


Ich dachte ja, Bomann & Heiligendamm = guter Schnulzenroman, auch weil ich hier ja im vorletzten Jahr die Romane um die Frauen vom Löwenhof von selbiger Autorin hoch loben konnte. Aber nein. Der Roman ist gut geschrieben, spannend und insofern ok. Aber eine Hauptdarstellerin, die Mutter der Geschichte, ist so von Ängsten und nicht kommunizierten Seltsamkeiten getrieben, dass sie die wahre Pestilenz verbreitet und das ganze Buch von ihrer schlechten Laune trieft. Ihr wisst, wenn schon Schnulze, dann atemberaubend, aber nicht verstockt. Das macht gar kein gutes Karma.


Was für ein schräges Buch. Und nein, ich werde ab jetzt nie wieder Zuchtlachs aus Norwegen essen, danke, Bestefreundin für dieses ausgeliehene Werk, welches zwischen Ökoterrorismus, Thriller, Lachsromantik und Aussteigerroman daherkommt und so unfassbar schräge, skurrile Charaktere beherbergt. Leider ist es manchmal etwas langweilig und zu plakativ schwarz-weiß, dass es nicht richtig vorangeht. Dafür 2 Seepferdchen Abzug. Es gibt zwei Folgebände um den Protagonisten, die würde ich mir daher nicht kaufen.


Dieses Buch ist ein Sachbuch und insofern sollte man meinen, es kommt etwas nüchterner, weniger mitreißend daher, eher neutral berichtend. Andrea Wulf, die in Deutschland aufgewachsen und nunmehr seit vielen Jahren in London lebt, hat aber durch einen 2 cm starken Fußnotenanhang geschafft, was nicht vielen Sachbuchautoren gegeben ist: ein spannendes, emphatisches, fast romanähnliches Werk, welches dennoch nie den Eindruck hinterlässt, sie hätte gedeutet, sondern eben immer eine Quelle mitbringt, wenn es um die menschlichen, in einem Sachbuch ja meist schwer zu transportierenden Elemente geht. Und dann noch Humboldt, mein Lieblings-Wissenschaftler. Hachz.


Buchabbruch. Präsens = Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird = grauenhaft für mich zu Lesen. Schade, soll ein gutes Buch sein.


Großartiges Buch, welches einen realen Mordfall aus dem Jahre 1910 näher beleuchtet und zu einer ganz anderen Lösung bringt. Sehr gut geschrieben, leider nicht ganz so schnell, wie ich es erhoffte.


Buchabbruch. Präsens = Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird = grauenhaft für mich zu Lesen. Schade, soll ein gutes Buch sein.


Buchabbruch. Präsens = Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird = grauenhaft für mich zu Lesen.


Köstliche Zwischendurchliteratur, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Im Kern eine Liebesgeschichte, die sehr irrwitzige Züge annimmt, da der Protagonist Don mit ganz eigener Logik an die Sache rangeht. Rosie platz davor in sein Leben und entspricht so gar nicht dem Typ Frau, den er sich nach seiner Definition als Partnerin erhofft. Und wie es so ist, wenn man etwas Abseiten "normaler" Denkmechanismen in Sachen Liebe unterwegs ist: da kann es schon mal zu enormen Missverständnissen kommen, die für den Leser köstlich sind. Und auch zeigen, wie quer wir alle in Sachen Gefühle und ehrliches darüber sprechen unterwegs sein können.


Vielleicht sollte ich aufhören, Bücher nach Titel und Cover zu kaufen. Dieses Werk, eigentlich als leichter Roman gedacht, war dann so leicht, dass ich vor lauter Klischee das satirische daran glatt übersehen habe. Nun gut. Familienvater auf Tochtershochzeit in Ostküsten-High-Society-Umgebung mit verspäteter Midlifecrisis. So oder so ähnlich hat es mir die Autorin wahrlich schwer gemacht, bis zum Ende des Buches auszuhalten. Auch hier mal wieder: Schade.


Dies ist ein Buch, welches mein Bruder ganz hervorragend finden wird. Ich werde mit der Literatur diese Art nicht warm. In der es ums Leben geht und sonst eher um nicht so viel. Ja, super geschrieben ist es, gut formuliert, es hat die gesunde Mischung aus lebensechter Wehmut, nicht zu viel Schwermut, viel Witz & Ironie aber trotzdem, ich finde es langweilig. Daher geht es nach dem ersten von 6 Bänden für mich nicht weiter. Schade.


Was für ein Seelenwärmer ist dieses Buch. Schreiend komisch, zum Weinen schön. Es lag schon etwas länger im Schrank, ich hatte vor einer Zeit wohl eine Phase, in der ich Bücher rund um Außerirdische gekauft habe. Auch hier geht es darum, zudem um die Riemannsche Vermutung, Priemzahlen, aber vor allem das endliche Leben, die Bedeutung einer Familie und Liebe. Am Ende wählt der Außerirdische, ein Mensch zu sein. Weil es einfach besser ist. Bähm.


Die Hauptperson Paula erlebt hier ihre Geschichte ausgehend von der Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg, also einer Passage, die man nicht ganz so häufig erlebt. Als Sozialdemokratin beschreibt sie, wie der Kaiserstaat mit dem Krieg zugrunde ging und wie Deutschland danach dann doch weiter driftete. Vermischt wird die Geschichte aus Teilen, die Paula erzählt und dem Erlebnis ihrer Enkelin Alex während der Wende, als sich die Geschichte der Vergangenheit von Paula mit der von Alex verbindet und mit der Begegnung von Oliver alles zu einem großen Ganzen wird. Gut und Spannend geschrieben. Einen Abzug, weil es doch bei allem ein paar Seiten weniger hätten sein können.


Dieses Buch ist wirklich großartig. Leider ist es aber so gar nicht meine Welt und daher diese Abzüge. Von Stuckrad Barre bringt sein Leben auf den Tisch und neben all den vielen, teilweise bekannten Figuren und seiner eigenen Drogen-Geschichte kommt dabei ein Teil Westdeutschland daher. Dieser liegt aber eben doch haarscharf neben meiner eigenen Zeit, so dass ich in dem Musiker und Show-Biz-Umfeld doch nicht Fuß fassen konnte und streckenweise gelangweilt war, weil es einfach nicht meins war. Aber wie gesagt: großartiges Buch.


Ein kleiner Schatz, ist dieses Buch. Maximilian Buddenbohm ist den meisten bestimmt durch seinen großartigen Blog und die eine oder andere Kolumne bekannt. Durch die Geschichten aus Hamburg, mit seiner Herzdame und seinen beiden Söhnen. Aber er hat auch Bücher geschrieben (warum eigentlich kein Neues?) und seine Art zu schreiben, findet sich auch hier. Mal nüchtern, mal poetisch, immer so, dass sofort die passenden Bilder im Kopf entstehen. Hier von seiner Jugend in Travemünde, ein großartiges Buch. Eine Wertung Abzug, weil es für mich aber doch eher einzelne Geschichten waren, die Kapitel für Kapitel aneinanderkamen, das mag ich nicht so.


Nun ja. Dies ist eines der Bücher, die mich etwas ratlos zurücklassen. Ok, es war gut geschrieben, auch einigermaßen spannend. Und ja, man könnte nun in unendlichen, mal weniger und mehr naheliegenden Deutungen den wahren Sinn dieser kleinen Novelle ergründen. Aber warum, wenn es auch ganz einfach geht: während der Handlung ist dort ein nerviger, egoistischer Schreiberling, der seine Frau misshandelt und danach sind beide verschwunden, ohne weitere Erläuterung. Super Buch. Nicht. 


Präsens-Failure und somit Buchabbruch. Präsens = Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird; Gegenwart = für mich der absolute Horror beim Lesen...


Welch ein zauberhaftes Werk, was ein ganz wunderbares Gefühl hervorruft. Kennt ihr das, Bücher die eine ganz emotionale Reaktion auslösen und dadurch ihren Wert haben, ohne das die Handlung besonders spektakulär wäre? Das macht diese kleine Lektüre - ein wenig erinnert sie an die verliebten Sommer in der Jugend, ein wenig melancholisch ist sie, sie fließt ganz wunderbar zart dahin und doch so kräftig. Wow.


Atwood ist schon lange eine meiner Lieblingsautorinnen, deren Bücher ich immer wieder gerne lese. So auch diesen "Fortsetzungsroman" des Buches "Der Report der Magd", welche ja dann auch als Serie verformt wurde. Inhaltlich wieder wunderbar, nicht mehr ganz so düster (Achtung Spoiler), weil "Happy-End" und spannend verfasst. Ich bin schon gespannt auf die passende Staffel 3 dazu.


Buchabbruch wegen Präsens, ihr kennt meine Präferenz. Vermutlich bei der Schriftstellerin wieder ein gutes Buch, was somit leicht genervt in die Austauschkiste wandert, die derzeit leider nicht ausgetauscht werden kann wegen Corona. Aber was soll es, so bekomme ich wenigstens mal die Bücher weg, die hier schon ewig ungelesen herumstehen. Und werde in Zukunft einfach nur noch die Literatur kaufen, die ich wirklich lesen will. Lest ihr das Buch trotzdem und lasst euch nicht beeinflussen...


Auch hier setzt sich die Serie der derzeit nicht von mir geliebten Bücher fort. Ich erkenne wie auch in den beiden letzten Rezensionen den Charme des Buches, die Kunst der Worte, den Witz und die Tiefsinnigkeit der Handlung aber ach: es reisst mich so gar nichts vom Hocker, ich komme einfach nicht hinein ins flüssige, begeisterte verschlingen der Seiten. So git es auch hier keine gute Wertung für dieses bestimmt sehr gute Buch. Hm.


Derzeit lese ich "Restebücher", also solche, die seit bestimmt 4 Jahren bei mir ungelesen im Schrank stehen. Entweder, weil ich keine Lust auf sie hatte oder, weil es immer mindestens ein interessanteres Buch gab. Und bei manchen hat sich auch bewiesen, dass ich sie hätte stehen lassen können. Ja, ich habe bei diesem Buch mehrfach schallend gelacht, dem Gatten die urkomische Alien-Story erzählt und ja, hier wird einem anhand einer lustigen Story ziemlich schnell klar, wie elendig wir als Menschen manchmal sein können. Trotzdem bin ich mit dem Inhalt nicht wirklich warm geworden und spannend war es auch nicht. Schade.


Ich glaube, ich habe das Lesen verlernt. Zumindest das konzentrierte, begeisterte, wortaufsaugende eines Romanes, ohne die Schnelligkeit oder die Komplexität eines skandinavischen Krimis. Ja, der Roman um Tyll (Till Eulenspiegel) ist bestimmt großartig. Man lernt tatsächlich auch die Geschichte viel besser kennen und ja, Kehlmann kann schon schreiben. Aber ach. Zeiten in Präsenz wechseln sich ab mit denen in der Vergangenheit, seitenlange Texte ohne Dialoge. Bestimmt schön, aber nichts für mich. Ich war nicht gefesselt und musste mich durch die Seiten wirklich hindurch quälen. Sorry, Tyll.


Seufz. Ich vermag es nicht mehr, diese Bände um Frauenpersonen in der Historie zu lesen, zu den ersten Feministinnen, die aber doch keine sind oder zumindest so dargestellt werden. Es passiert wie immer: Mann stirbt, Frau übernimmt das Gewerbe, hier die Buchdruckerei, unwillige Nebendarsteller, z.B. die Gesellen, böse Männer, der intrigante Stiefsohn, versuchen dem Gelingen der Führung als Frau entgegenzutreten. Soweit so gut. Was nun kommt ist auch immer ähnlich, zumindest in den Büchern, die ich einfach nicht mehr weiter lese: Protagonistin kann sich nicht durchsetzen, jammer, jammer. Dann Lösungssuche, dann verzweifeltes Hadern und für mich damit die Menge an negativen Schwingungen und Genervt erreicht, damit ich das Buch abbreche. Ja, mag alles so sehr realistisch sein, aber es gibt genug Bücher, die dies in positivem Maße fühlen lassen und eben nicht so abgrundtief ätzend. Das brauche ich nicht in meiner freien Zeit. Ich gebe zu, da brauche ich Sonnenschein.


Diese Wertung passend zum Titel setzt sich aus einem eher schlechten Teil im ersten Part des Buches und einem grandiosen gewohnten Part im zweiten Teil zusammen. Denn irgendwie bin ich diesmal nicht so gut reingekommen, wie in den sonstigen Bänden um die EX-Ermittler Berger & Blom. Dann aber wurde es richtig gut, der Fall gewann an Tempo und man tauchte auch, wie schon in den vorherigen Fällen, in die Abgründe der Protagonisten ab. Somit habe ich den Band am Ende zufrieden weg gelegt.


Die ist eigentlich eine 3+, weil das Buch im zweiten Teil durchaus an Spannung gewonnen hat. Die Idee, eine historische Frauenfigur, eine Künstlerin zu Rembrandts Zeiten, in den Mittelpunkt zu stellen, ist wunderbar. Leider gewinnt das Buch aber nicht genügend an Kraft, weitere Personen und Handlungsstränge lenken er ab, als dass sie Tiefe bringen und die Personen bleiben mit ihren Charakteren sonderbar an der Oberfläche. Wirkliche Probleme werden auf der Gefühlsebene nur angekratzt. Alles in allem also ein solides Werk, dem aber der letzte Twist und die literarische Tiefe leider fehlt. 


Fehlalarm. Es fängt damit an, dass ich unwissend, obwohl immer darauf achtend, einen nicht aktuellen Thriller von Gruber erworben habe. Die Auflage ist frisch - eben weil wieder aufgelegt, das Erstlingswerk stammt aber aus 2007, es handelt sich hier also um eine Neuausgabe. Also ein Buch, was defakto vor den spannenden Bänden um die Kommissare Snijder & Nemez stammt - aus einer Zeit, in der Gruber aus meiner Sicht noch nicht seine derzeitige Form in Bezug auf Protagonisten, Sprache und Spannung erworben hat. Für mich also ein Buch, über das ich mich zum einen ärgere, es gekauft zu haben, zum anderen es gähnend langweilig fand. Schade.


Der erste Buchabbruch in diesem Jahr. Ich fand die Variante "japanischer Thriller" eigentlich sehr ansprechend und neu für mich, auch war ich überrascht über den Wälzer, als ich ihn in den Händen hielt und freute mich auf viele Seite Lesevergnügen. Leider vergaß ich dabei den Japanischen Stil: eher schwermütig, Zweifelnd, Hierarchieverbunden, wenig Lustig, wenig hell, sehr anders und vor allem nicht schwungvoll spannend. Daher habe ich nach Seite 70 das Buch zugeklappt und war froh, nicht weiter zu lesen.  


Sie kann es einfach - der aktuelle Band um Kommissar Ganache aus Quebec ist wieder wunderbar vielschichtig, gut geschrieben und sehr spannend geraten. Diesmal geht es um ein Testament und parallel werden die letzten Drogen aus dem fulminanten vorherigen Band gesucht. Wie immer spielt Ganache seine vernetzten Strategien geschickt aus, gleichzeitig sind die Protagonisten liebeswürdig, schrullig, verschroben aber auch undurchsichtig. Großartig wie immer!


Örgs - für zwischendurch bin ich ja schon Fan von Schmonzetten, aber diese hat es nun leider wirklich nicht gebracht. Die Handlung ist komplett eindimensional auf die beiden Protagonisten ausgerichtet, deren Liebe Zueinander eben jene, einzige Handlung darstellt, am Ende kriegen sie sich und vorher gibt es noch die nötige Störung der Liaison durch den Ex. Nun gut. Kann man machen, muss man aber nicht.


Endlich wieder ein Thriller zum Weglesen. Aber Achtung: hier bekommt man keine nordischen Verkettungen mit düsterer Atmosphäre sondern solide Agenten-Spionage. Und vor allem diesmal in wirklicher James-Bond- bzw. früherer Art a la Spion, der aus der Kälte kam - der 18. Band aus der Serie um den Israeli Allon ist so spannend wie immer schon.


Nun. Vom ersten Band mit einer 4er-Wertung hinab auf eine 2er-Wertung, die ab Seite 150 ehrlicherweise nur noch quer gelesen war. Was ist passiert? In Summe glaube ich, find der Protagonist Oxen in diesem Band einfach an zu nerven. Ein wenig Zuviel Mimimi, zuviel Gedöns um ihn und seine nicht vorhandene Beziehung zu seinem Sohn und ein Fall, der mit dem Danehof nichts zu tun hat, sondern mit der Vergangenheit von Franck und Mossman. Das ganze langatmig und irgendwie ohne Ziel. Pech. Oxen, Du bist raus. 


Band 3 der Serie um den Ex-Soldaten Niels Oxen und den Geheimbund Danehof, dem eigentlichen Staat im Staate Dänemark. Wie nicht anders zu erwarten, erweist sich Oxen als sehr lebendig und beschließt nach einer Zeit des Gesundens und Abwartens, seine Unschuld zu beweisen anstelle sich weiter zu verstecken. Dabei kommt er, wie soll es anders sein, mit seinen alten Ermittlern Franck, Mossmann und Sonne zusammen. Was dann kommt, ist zwischen gähnend langweilig, total verschwurbelt und manchmal einfach nur unnötig eine überzogene Geschichte an deren Ende, oh Wunder, der Bund natürlich nicht aufgelöst wird. Gut, ich habe Band 4 gekauft, also wird es hier noch weiter gehen.


Weiter geht es mit der dänischen Reihe um den Ex-Soldaten Niels Oxen, der den Machenschaften des Geheimbundes Danehof auf der Spur ist, auch weil er im Fokus der 3 obersten Bosse steht und exekutiert werden soll. Wie auch im vorherigen Band ist der zweite Teil in sich abgeschlossen, die große Story des Geheimbundes ergibt sich aber erst aus dem Kontext. Es ist solide Krimikunst, da aber an sich Aufbauten rund um Geheimbünde nicht so meins sind, gibt es etwas Abzug. 


Nun, mein Wille in diesem Jahr, mehr Romane zu lesen, scheitert derzeit an den großartigen Krimis in meinem Vorrat. Und dann immer gleich als Reihe, damit man ein paar Wochen am Stück beschäftigt ist. Dieser erste Band hier um den ehemaligen dänischen Soldaten Niels Oxen ist ein solider Start in eine derzeit 4 Bücher umfassende Serie. Der Plot der gesamten Reihe wird in diesem Buch aufgebaut, aber erst in Gänze auf den letzten Seiten - davor geht es um einen Teil des Falles aber vor allem um das Kennenlernen der Protagonisten. Spannend, zweiter Band wird gerade gelesen!


Meine Güte, fast hat er mit Band 4 noch eine Schippe drauf gelegt, was für eine temporeiche Handlung. Die Steigerung der Verwicklungen nehmen ihren Lauf, Band 1-3 sollte zum besseren Verständnis auf jeden Fall vorher gelesen werden! Ansonsten? Klares James-Bond-Feeling, am Ende in einem Grand-Hotel in der Schweiz mit - Achtung Spoiler - der Explosion eines Staudammes und dem Verschwinden des Protagonisten. Ich habe die Bilder vor mir, super Sprache und Erzählkunst. Was für ein Cliffhanger! Und, wichtigste Info am Ende: sie haben sich endlich! Aber geht es wirklich so aus, wie es ausgeht? Band 5, wo bist Du??


Und die Reihe geht weiter und wüsste ich nicht um den vierten Band, der neben mir liegt, hätte dies auch durchaus schon ein fulminanter Count-Down des Gesamtfalles aus Band 1 bis 3 sein können. Meine Güte, was Krüger hier alles in die Handlung gepackt hat, welche Knoten er aus den vorherigen Bänden löst und alles ist wie bei diesen russischen Puppen, es ist in der nächst kleineren immer eine noch kleinere vorhanden, die Handlung mäandert in immer komplizierteren Mustern daher. Wow. Und dann die immer bleibende Spannung: küssen sie sich jetzt nur oder kommt endlich, endlich mehr?


Zweiter Band der Reihe um die Kommissare Winter & Parkov, dem Nachahmungs-Double von Nemez & Snijder. Diesmal sogar mit putzigem Verweis "auf den Niederländer beim BKA" aus der Handlung heraus. Aber nun gut, kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Buches, welcher der Handlung von Band 1 stark nachfolgt. Ein einzelnes Lesen als abgeschlossener Fall ist möglich, macht aber bei dieser Reihe so gar keinen Sinn, bitte beachten. Der Fall ist gut, die Handlung spannend. Warum ein Seepferdchen Abzug? Für die etwas zu poetische Sprache und den etwas zu verworrenen Fall. Ansonsten: mega Reihe! 


Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob dieses Buch nicht eigentlich 5 Seepferdchen verdient. Denn insgesamt habe ich lange keinen so rasanten Buchverlauf, durch den ich mich im Nullkommanichts durchgelesen habe, erlebt. Aber ich glaube, dass es doch mittlerweile das skandinavisch düstere, verwobene, komplexe ist, welches mich bei einem guten Buch fesselt. Fitzek, welcher durchaus sehr gute Thriller komponiert, gleicht im Stil doch eher amerikanischen high-speed-Handlungen. Dadurch wird es aber automatisch nie so dicht wie z.B. in einem Buch von Arne Dahl. Beides ist gut. Für mich das eine aber besser.


Ziemlich daneben. Ich bekam dieses Buch bereits mit den Wortes ausgeliehen: "Schau mal, was Du meinst, die wurde so gelobt, aber dieses Buch....". Ich mag also beeinflusst gewesen sein. Kenne aber andererseits alle bisherigen Fälle und fand diese, wenn auch ganz anders als meine bevorzugten skandinavischen Krimis, immer gut. Aber nun hier: am Ende konnte ich das Buch gerade eben nur noch quer lesend abschließen vor lauter Langeweile. Die Szenerie war schnell klar, man hatte von Anfang an das Gefühl, jemand stehe mit der Bremse auf der Handlung. 200 Seiten weniger wären inhaltlich auf das gleiche, lahme Ergebnis herausgekommen. Puh, Frau Neuhaus. Zeit für eine neue Reihe?


Hm. Es ist der nunmehr sechste Band um die englische Familie Warringham, dieser Roman spielt bis ca. 1215 in England und Frankreich, d.h. ein paar Generationen haben wir in Band 1-5 schon hinter uns gebracht. Wie immer hat auch die Hauptfigur dieses Bandes ein Händchen für Pferde, im Zentrum steht John Plantagenet, König von England, mal von Frankreich, je nachdem. Yvain von Warringham, und das ist das Gute an diesem Roman, steht in jedem Kapitel im Vordergrund, wir begleiten ihn durch seine Knappenzeit, bis zum Master of Horses und erleben seine amourösen Verquickungen und tiefe Liebe am Hofe. Aber ach: der Rest ist nach Standardrezept gebaut - Intrigen hier und dort, Verstoßen, dann wieder nicht, geliebt, dann wieder nicht und so plätschert man durch die Jahre - die letzten 100 Seiten vermochte ich nur noch quer zu lesen, die Luft ist raus.