BÜcher


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Die Seepferdchen geben Dir eine ungefähre Richtung an, welche Bücher besonders klasse sind. Meine neuesten Anschaffungen stehen immer zuoberst. 

  • 1 Seepferdchen bedeutet Buchabbruch.
  • 2 bedeuten: habe ich durchgehalten, aber nur quälend.
  • 3 ist ordentlicher Durchschnitt, solide und gut lesbar - aber eben nicht der Brenner,
  • 4 ist gut bis sehr gut und
  • 5 ist oberste Klasse und nicht mehr zu toppen.

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2021


Wahnsinn, wie konnte ich diese Reihe bisher verpassen? Hope Turner, die Hauptfigur, gerät aufgrund ihrer sogenannten "Verwandlergabe" in die Welt der Bücher. Sie trifft dort zu erst auf Gwen & Lance (Arthus-Saga, you know), lernt dann aber schnell, was ihre Aufgabe im Kampf gegen das Böse ist. Dies ist hier in der Bücherwelt natürlich längst am wüten, beginnend mit dem Unheil, welches die gelöschten Wörter bringen können, wenn man sie nicht verwandelt und natürlich mit den Absorbierern, die einen ersten Anschlag wagen. Fantasy at it's best. Ich lese schon den zweiten Band!


Der Abschluss wird hier positiv mit dem dritten Band um das Gestüt in Lüneburg gemacht, es könnte sogar noch weiter gehen. Wie schon zuvor gibt es immer zwei Zeitebenen, die hier nun am Ende zusammentreffen. Spannend, kurzweilig, schmonzettig, gut.


Weiter geht es im zweiten Band mit "der Gestüt-Saga" und es bleibt so spannend wie zuvor. In zwei Zeitebenen arbeitet man sich voran in der Geschichte, die Hauptpersonen wechseln immer mal wieder, weil die Zeit eben voran schreitet, einfach gut geschrieben. Kurzweilig und schmonzettig eben.


Schmonzettenalarm! Hier folgen nun in einem Rutsch drei Bände Liebe, Krieg und Pferde. Und ja, auch Jahre nach Hanni & Nanni zieht diese Konstellation und ich bin hin und weg, versunken zwischen Lüneburg und Spanien, es ist ein Traum, diese Trilogie.


Der Diogenes Verlag bringt aus meiner Sicht die wirklich gut geschriebenen und recherchierten Romane raus, die manchmal aber etwas zäh sind, siehe unten zum Krokodilwächter. Auch um Bruno streiten sich die Geister, dass es manchmal zu bedächtig daher geht. Immer aber bekommt man viele Informationen, zu Geschichte und Zeitgeschehen und daher schätze ich die Bände sehr. Hier ist zudem wirklich Spannung und Tempo im Band, eine tolle dreizehnte Folge!


Unter den vielen französischen Kommissaren bliebt Pierre Durand bisher am wenigsten konturiert, erlangte nie eine eigene Persönlichkeit. Hier geht es irgendwie endlich los mit "echten Figuren und Emotionen" und auch der Fall ist sehr spannend. So kann es weiter gehen!


Schade. Hier hatte ich extra schon beim gebundenen Buch zugegriffen, eigentlich garantierte Qualität a la Boyle erwartet, bin aber in einem etwas faserigen Buch um sprechende Affen gelandet. Ja, hier ist ganz sicher eine große Bedeutung zum Nachdenken enthalten. Nicht.


Dieser Band 8 um die Kommissarin Bonnet führt sie tatsächlich nach Paris zu ihren alten Wurzeln. Dies geschieht im inhaltlich eher zweiten Teil des Buches, der viel spannender ist als die "Einleitung", hier wird es komplexer und Tempo kommt auf. Gerne weiter so.


Diesmal gibt es einen kleinen Abzug, weil das Buch nicht so wirklich mitreißend war wie sonst. Vielleicht kommt auch dieser Kommissar mit Band 10 an seine Grenze und hat zwischendurch mal ein paar Hänger. Ansonsten wieder alles, was das Herz begehrt: verschrobene, mystische Ermittlungen, Zeichen, die zu deuten sind, tolle Landschaften und Essen. Hoffentlich ist Band 11 wieder fitter.


Dies ist der erste Band einer Reihe, die schon länger auf dem Markt ist und in Kopenhagen spielt, ich habe sie aber jetzt erst entdeckt. Eine Ermittlerin und ein Ermittler werden in einen komplexen Fall mit wechselnder Spannung hineingezogen, aber alles plätschert irgendwie etwas zäh dahin. Man kann gut Mitermitteln, es gibt ein paar Wendungen, aber so richtig spannend in einem Rutsch liest sich der Krimi nicht. Die Folgebände habe ich tatsächlich noch nicht gekauft.


Dieses Buch ist unfassbar schlecht - aufgrund des Stils und der Sprache, der Inhalt mag ja noch gehen. Ich bin bis ca. Seite 50 gekommen und habe es nicht mehr ausgehalten. Ja, vermutlich geht es so macho-mäßig in der Szene zu, man vögelt sich so durch, die Sprache ist rundweg brutal und frauenabwertend und das scheint als Stilmittel gewollt zu sein. Ich finde es grauenhaft. Buchabbruch.


Wow! Erst war ich ja etwas entsetzt als ich las, dass hier ein alter Roman von Jensen, der schon vor der Oxen-Serie erschien, neu aufgelegt wurde. Ich hasse ja im allgemeinen solche "Mogeleien", um Kohle zu machen (schönes neues Cover, neuer Buchname, man kennt das). Aber hier habe ich einen Roman um einen echten Fall in Dänemark gefunden, der in Esbjerg und auf Fanø spielt, der mich glatt mitgerissen hat. So geht es also auch.


Spannend, ein neuer erster "Fall", der in Dänemark spielt. Hier stoßen eine Journalistin und ein Kommissar aufeinander, beide ermitteln in einem Fall aber zuerst nicht wirklich zusammen, der Auftakt einer guten Serie ist auf jeden Fall gemacht.


Der dritte Fall für Charlie Lager ist wieder mega spannend. Bis zum Ende glaubt man, zu wissen was passiert ist, aber immer kommen neue Informationen mit neuen Wendungen dazu. Wieder strandet Charlie während der Ermittlungen in ihrer alten Heimat und muss alte Dämonen bekämpfen. Diesen Dreh kennt man schon aus den 2 vorherigen Bänden, aber er funktioniert. 


Der achte Fall ist wirklich spannend und ja, der Gärtner ist am Ende der Mörder. Während der Ermittlungen geht es allerdings um ein sehr schweres Thema während des zweiten Weltkrieges. Man erfährt dabei einiges historisches, der Fall dabei ist gut aufgebaut und spannend geschrieben. Leider bleibt wie immer der Kommissar Duval etwas leblos, irgendwie schattenhaft als Figur, hier gelingt es der Autorin leider wieder nicht, Konturen und wirkliches Leben zu erzeugen. Dafür einen Abzug. 


Schmonzettenalarm - hier kommt Teil zwei der Serie um Tine Heesters, die auf Helgoland spielt, diesmal in der Zeit bis zum ersten Weltkrieg. Wieder ist es ein spannender Roman rund um das Schicksal von Tine und ihren Angehörigen, es wird geliebt, gelacht und gestorben, nebenbei wird Helgoland zum Soldatenland und das ist durchaus interessant, diese Historie hatte ich so vorher noch nicht auf dem Schirm. Leider hat die Handlung manchmal ein paar Logigsprünge, die mich im Lesefluss etwas behindert haben, dafür einen Abzug.


Schmonzettenalarm - ja, dies ist wahrhaftig keine Nobelpreisliteratur, muss ja aber auch nicht. Mädchen aus sehr guten Hause verliebt sich in Hafenganoven in Hamburg, dieser horcht sie troz ebenfall tiefer Liebe für seinen Chef aus, große Verwicklungen, Hamburger Elend, Sufragetten, ungewollte Schwangerschaften, ein Sozialmillieu um die Jahrhundertwende und natürlich bei diesem ersten Band einen Monster-Cliffhänger zu Band 2. Dieses Buch hat Tempo! Klasse.


Die Serie im wunderbaren Venedig gibt es nun schon seit Jahrzehnten, aber bisher ist sie vollkommen an mir vorbei gerauscht. Donna Leon hat mit dem Commissario Brunetti schon im ersten Band eine sympathische Person geschaffen und der Fall könnte auch heute spielen, so zeitlos ist er angelegt. Zwischendrin ist es etwas lang, daher auch einen Abzug, aber ich habe mir nun tatsächlich auch den zweiten Band gegönnt. Mal sehen, wie weit ich komme, der aktuelle ist der 30. Fall. Was ich besonders gut finde, ist die Sprache, die "literarisch wertvoll" wirklich Freude beim Lesen bereitet.


Dies ist der zweite Band mit Charlie Lager, einer Kommissarin, die für ihre Fälle immer wieder in ihre alte Heimat verschlagen wird und dort auch ihre Vergangenheit zunehmend, teilweise mit viel Schmerz und Alkohol, kennenlernt. In diesem Band wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt und man ahnt gen Ende des Buches hin, dass es noch einmal ganz anders kommt als gedacht. Superspannend, super vielschichtig, sehr zu empfehlen. Der nächste Band ist vorgemerkt.


Dies ist fast ein Buchabbruch geworden und wenn man ehrlich ist, habe ich nach ca. 50 Seiten nur noch quer gelesen. Der Fall spielt in Italien Ende der 60er, einige deutsche, italienische und sonstige Personen sind beteiligt und das Buch ist so grottenlangweilig, dass ich Phasenweise gar nicht mehr wusste, was ich die Seiten vorher gelesen habe. Der Schreibstil passt sich teilweise in der Spießigkeit der Zeit an, was es nicht besser macht. Und der Mord + die Ermittlungen dazu sind auch nicht sehr erquicklich. Leider Fehlschlag. Schade.


Hier habe ich einen dritten Band aus einer Reihe um den Versicherungsermittler Peter Hogart, den ich als erstes lese. Ich weiß nicht, warum ich Teil 1 und 2 verpasst habe. Aber die Reihe ist offensichtlich so autark aufgebaut, dass dies dem aktuellen Fall keinen Abbruch getan hat. Das Buch war sehr spannend und der Fall aus der Kunstszene sehr gut aufgebaut. Zudem war er erschreckend unter die Haut gehend und  - Achtung Spoileralarm - mit dem Hinausschreiben von Protagonisten auch einigermaßen brutal. An Salzsäure wurde nicht gespart. Das war mir teilweise etwas zu viel, daher ein Punkt Abzug.


Hier kommt der zweite Band um das Ermittlerduo Breen und Tozer in London im Jahre 1968. Es ist wie der erste Band solide geschrieben, spannend und die Hauptcharaktere spiegeln mit ihren Gedanken und Eigenarten den Wechsel der damaligen Zeit plakativ wieder. Breen, hin- und hergerissen, nach seinen irischen Wurzeln zu suchen, offen, weil nur zusammen mit seinem Vater aufgewachsen, gegenüber anderen Lebensmodellen aber dennoch ein wenig spießig in der Zeit gefangen. Tozer hingegen fast schon Hippie, dann aber wieder gefangen in der Gesellschaft und was diese damals von Frauen erwartet hat. Der Fall, nun ja, diesmal nicht ganz so spannend, daher einen Punkt Abzug. Band drei steht bereit!


Entdeckung des Monats! Dieses Buch ist zwar schon 2013 in Deutsch als Taschenbuch herausgebracht worden, aber der Knüller, spannend und schräg. Zur Zeit der Beatles ermittelt ein irischer Cop der MET in London in einen dubiosen Fall, begleitet von einer Kommissarin in  Probezeit, die als Frau in den 60ern bei der MET noch nicht mal mehr den Dienstwagen fahren dürfte. Tut sie aber trotzdem und noch vieles mehr. Der Fall wird dabei immer komplexer und die Beziehung der beiden auch. Großes Kino! Teil 2+3 sind gekauft.


Hmmmm. Vielleicht sind es auch 4 Wertungen, aber ich weiß nicht. Ich bin mit diesem Krimi im Seebad von Norderney im Jahre 1912 nicht wirklich warm geworden. Der Fall war an sich spannend, die Protagonisten "neuzeitig", also gut auszuhalten trotz damaligem Frauenbild durfte Viktoria ihren Kopf einsetzen und den Fall mitlösen aber irgendwie blieb am Ende doch alles eher "viktorianisch". Schade, denn die Autorin hat sicher gut recherchiert und das Seebad und die "Sommerfrische" gut getroffen beschrieben. Aber irgendwie: hach. Eher nicht so zum weiterempfehlen. Band zwei wird daher leider nicht erworben, wobei man ja gerne wissen will, wie es zwischen Viktoria und Christian weiter geht.


Hach, dies war wieder ein Buch zum Weglesen. Den ersten Band sollte man kennen, denn es wird schon auf der Geschichte der Protagonisten aufgebaut. Diese spielt wie schon gehabt in Binz aber auch in Berlin und man wird auch geschichtlich in die spannende Zeit zwischen den Weltkriegen eingebunden. Neben Herz und Schmerz und dem Leben geht es um die Themen der Zeit, einen Ringverein, Ganoven und eben den Hotelbetrieb. Der nächste Band wird mit Spannung erwartet.


Spoileralarm vorweg: verkaufen kann die Autorin, denn gegen meine Erwartung haben wir hier nicht den letzten Band mit der alles erlösenden Erklärung, worum es in der Familie Aplièse eigentlich geht, sondern tatsächlich "nur" den Band um die sogenannte verlorene Schwester. Hier wird es wieder spannend, denn es stehen gleich zwei Frauen zur Wahl. Aber leider auch zwischendrin etwas an den Haaren herbeigezogen, denn der Roman ähnelt streckenweise einer Slapstick-Jagd mit leicht paranoider verfolgter Schwester. Dafür und für etwas Langeweile im irischen Teil gibt es einen Abzug. Sonst wie immer zum wegschmökern.


Nunja, diese Serie um den Pathologen Leon Ritter bleibt schwierig und daher nicht sehr hoch bewertet. Der Fall ist wieder mal gut, Ort udn Protagonisten auch, aber es bleibt wie immer langatmig. Die Story ist zwar vielschichtig, aber doch durchschaubar und immer wieder wechselt der Plot, so dass man nicht wirklich in einen Leseschwung hineinkommt. Das geht besser. Schade.


Klare Schmonzette, innerhalb von 12h Stunden weg-inhaliert, was will man mehr! Manche Bücher liest man einfach, weil sie so kurzweilig sind. Inhaltlich ist hier nicht viel zu erwarten, arme Hafentochter aus Hamburg kommt auf Umwegen in Helgoland an, wird gegen alle Wahrscheinlichkeiten Gattin eines Hoteliers und steht am Ende doch ohne alles da. Der Auftakt der "Helgoland-Saga" lässt mich die Folgebände erwarten, schnulzig-schön das Ganze!


Der vierte Band um die Kommissare in Barcelona kommt gewohnt gekonnt daher und dies ist auch schon das einzige Manko der Geschichte: Einführung des Todesfalles, Ermittlung in alle Richtung, Ermittlung in eine Richtung, überraschende Wendung, kurze Gefährdung der Kommissare gen Ende des Buches und Schnitt. Leider folgen diesem Schema alle Romane, auch dieser. Macht es aber trotzdem spannend und die Protagonisten sind so sympathisch! Gerne wieder!


Wow! Mit dem dritten Band um die Protagonistin Carolin gibt die Autorin so richtig Gas. Hierbei verzichtet sie auf einen "Plot im Plot", also einen eigenen Fall, in den Carolin verwickelt wird wie in Band 1 und 2. Sie widmet sich nur ihrer Geschichte als ehemaliger BKA-Spitzel und der Fehde zwischen den beteiligten Mafia-Klans (einmal russisch und einmal armenisch), die geschickt von Carolin gegeneinander aufgemischt werden, damit sich ihre Feinde mal eben selbst umbringen. Carolin ist dabei auch nicht zimperlich und man kann nur überrascht sein vom rasanten, teils brutalem und brutal schnellem Erzählstil und einigen wirklich unerwarteten Wendungen. SUPER KRIMI!


Band Zwei um die Blumenbinderin Carolin und ich bin immer noch nicht mit dem Präsenz versöhnt, in dem auch in dieser Geschichte geschrieben wird. Wer Band 1 nicht gelesen hat, sollte dies tun, die Bände bauen wirklich aufeinander auf, auch wenn jedes mal ein anderer Fall im Vordergrund steht. Am Ende dieses Bandes hatte ich das Gefühl, das Buch kam nicht so richtig aus dem Quark und daher gibt es nur 3 Seepferdchen. Solide, aber das geht im Dritten Band hoffentlich wieder besser!


Dieser erste Band der Reihe um die vermeintliche Blumenbinderin Carolin lag nun schon länger und wartete auf mich. Und oh schreck, als ich das Buch endlich anfange, stelle ich fest, dass es im Präsenz geschrieben ist. Für mich eigentlich ein Grund zum sofortigen Buchabbruch, aber ich gebe der Geschichte eine Chance. Zum Glück, den wie auch bei Frau Poznanski erwartet, spannt sich ein komplexer Krimi auf, bei dem der Leser Stück für Stück erfährt, wozu Carolin alles fähig ist, war und warum die osteuropäische Mafia sie sucht. Mehr spoilere ich hier nicht, das war schon fast zuviel bei diesem Krimi, der eigentlich ganz harmlos anfängt rund um ein "paar" Morde in der Baubranche. Hammer.


Der vierte Band um den deutschen Kommissar Leander Lost ist erschienen und ich freue mich, dass diese Serie weiter geht. Zum einen ist es so schön warm, Portugal bietet eine gute Kulisse und der Fall ist spannend. Hinzu kommen unfreiwillig komische Szenen, die entstehen, wenn der Asperger Lost mit seiner Art auf "Normalos" trifft und sich beide Seiten wundern, was gemeint ist. Eine Prise Liebe, das Fischerdorf Fuseta an der Algarve und dazu tolle Protagonisten und ein wirklich spannender Krimi ist schnell durchgelesen.


Tereza Berger, eine leicht chaotische, sehr sympathische und vor allem extrem neugierige Schweizerin geht in der Bretagne in die zweite Runde. Wie in Band eins erzählt sie dabei aus der ICH-Perspektive ihre Erlebnisse, die sie unweigerlich in einen Mordfall verstricken. Aus diesem werden bald zwei und der Plot immer komplexer, die Spannung ist gut und das Buch schnell weg gelesen. Alleine die ICH-Perspektive mag ich als Erzählstil nicht so gerne. 


Bei den vielen französischen Krimireihen muss man sich ja erst immer sortieren. Hier haben wir den Kommissar Luc Verlain, der letzte Fall ging um Austern und diesmal geht es um Kokain, eine alte Rechnung und ein komplexer Fall um Rache und einen grandiosen Plan. Alles andere wäre noch mehr gespoilert, ich habe den Fall an einem Tag weggelesen. 


Eine neue Serie, ein neuer erster Band - da muss man immer erst ein wenig hineinkommen. Tereza Berger ist aber grundweg sympathisch, der Roman versprüht soviel Energie, Schmunzelsituationen und Spannung, es ist fast schon eher so ein "Aussteigerroman" als ein Krimi. Tereza erbt dabei eine "Villa" mit Meerblick, kommt an und will bleiben, gründet eine Buchhandlung und erzähl all ihre spannenden und leicht chaotischen Verquickungen in mehrere Mordfälle aus der ICH-Perspektive. Gelungener Auftakt! Der Zweite Band wird gerade gelesen.


Walker ist der Literat unter den Krimischreibern. Mit seinem Chef de Police Bruno geht er hier in die zwölfte Runde und beschert den Lesern nicht nur einen dichten Fall, sondern auch jede Menge Nebeninformationen. So liest man dann historische Randnotizen zu verschiedensten Themen und das muss man mögen, das streckt sich manchmal. Die handelnden Personen sind sonst alle sympathisch, ich bin nicht wie immer nicht Fan von grummelnden Kommissaren. Ein gutes Buch!


Die Reihe um die Kommissarin Isabelle ist immer eine sichere Bank. Die Fälle dicht und spannend, die Protagonisten heiter bis amüsant verschroben und die Kommissarin klug und lebenslustig. Alles in allem also wieder ein unterhaltsamer Band, der sich so weglesen lässt. Zu den düster fesselnden Krimis aus dem Norden fehlt ein Stern, aber das ist eigentlich persönliche Geschmacksache.


Puh. Aktuell gibt es 3 Bände dieser Serie um die Zwillinge Zara & Zoe, dieses ist der dritte. Und wie schon beim letzten geht es von der ersten Seite rasant zur Sache und mit rasenden Schritten auf ein fulminantes Ende hinzu. Das Erzähltempo ist wirklich gut, mit unnötigen Einzelheiten der Geschichte wird sich gar nicht erst aufgehalten und trotzdem fällt alles so passend ineinander. Toll geschrieben und tolle Frauencharaktere. Wieder ein "Wow", Herr Oetker!


Weiter geht es mit der nächsten Krimiserie, welche in Barcelona spielt. An den Büchern von Isabella Esteban (hier der zweite Band um Comissari Soler) finde ich insbesondere die meist zum Verdruss des Kommissares stattfindende parallele Ermittlung seiner Schwester amüsant. Man bleibt im Dunkeln, hat so seine Ideen und die familiären Verquickungen unterhalten zusätzlich. Manchmal nicht 100% spannend aber dennoch solide Literatur und kurzweilig.


Hach, meine neuen Lieblingskrimis. Die Zwillingsschwestern Zara und Zoe könnten unähnlicher nicht sein und ergänzen sich somit beim nun zweiten Rollentausch auf das Vortrefflichste. Was im ersten Band quasi nur ein Hereinschlüpfen von Zoe in die Ermittlerrolle von Zara war, besteht nun auf beidseitigem Wechsel der Zuständigkeiten. Dadurch entsteht vor allem geahntes Unheil, welches Zara in der Rolle von Zoe anrichten wird. Das ganze wird mit dem aus Band Eins gewohnten Tempo erzählt und schon liegt Band 3 auf dem Nachttisch. Wow, was für eine Krimireihe!


Weil ich gerade so im Barcelona-Krimi-Feeling war, habe ich mit der Serie um einen deutschen Kommissar und seinen Schwager in Barcelona gleich mal weiter gemacht. Karl und sein Kollege Alex lösen hier einen spannenden Fall der damit beginnt, dass eine Leiche vom Himmel fällt. Nichts für schwache Nerven, aber spannend zu lesen. Der nächste Band folgt bald! 


Der vorliegende Band ist schon vor ein paar Jahren erschienen, mittlerweile sind es derer 3, die insgesamt veröffentlicht wurden. Ich habe ihn erst jetzt gelesen. Was soll ich sagen? Wow! Tempo, spannende Charaktere, zwei Zwillinge, ähnlich aber doch so unterschiedlich, eine gemeinsame Familiengeschichte und ein spannender Fall zum Thema Terrorismus in Marseille. Dieses Buch habe ich so schnell wie lange keines davor inhaliert. Toll.


Dies ist der erste Band um Comissari Soler, der in Barcelona nicht nur einen spannenden Fall aufklären muss, sondern auch die parallelen, heimliche Ermittlung seiner Schwester und Mutter zu packen hat. Diese Konstellation stellt einen kurzweiligen, bisweilen heiteren Krimi sicher, der sich in einem Rutsch wegliest. Ein solides Werk, dessen Nachfolgeband schon den Weg auf meinen Nachttisch gefunden hat.


Dies ist der zweite Band um das Grandhotel Odessa und seine Bewohner, Beschützer und Oda, die Direktorin, Mutter und Freundin, die alles zusammenhält. Charlotte Roth schreibt in diesem Roman, der hauptsächlich während des zweiten Weltkrieges in Berlin und Odessa spielt fast poetisch über die Kriegsauswirkungen und Gefühle der Protagonisten. Es ist mal wieder ein Buch, welches man einfach in die Hand nimmt und durchliest. Toll!


Ab 1952 und 1992, also 2 Jahre nach der Wende, spielt dieser Roman mal in eine anderen Zeit, was sehr erfrischend ist. Mittelpunkt ist eine Familie aus Frauen, die durch das Schicksal von Ost nach West verschlagen werden. Der Roman ergibt ein paar gute historische Einblicke, bleibt aber sonst eher flach und langsam. Nicht so mein Fall.


Nun ja, dieser Roman kommt etwas langatmig daher und hat vor allem Frauenfiguren parat, die mir beim Lesen Energie entziehen, was ich ja im allgemeinen nicht gut finde. Eden ist dabei ein Haus auf Long Island, wir lesen einen amerikanischen Roman der vor 1945 beginnend in Rückblicken aus dem Sommer 2000 heraus erzählt wird. Im Mittelpunkt steht eine deutsche Einwandererfamilie und ihr Schicksal, insbesondere eben dies der Frauen der Familie. Dieses mäandert durch mehrere ungewollte Schwangerschaften bestimmt durch die Zeit, während die Erzählung durchaus aufreibend ständig hin und her springt. Kann man lesen, muss man aber nicht.


Charlotte Roth schreibt anspruchsvolle Schmonzetten - auch hier haben wir mit dem ersten Band um das Grandhotel Odessa eine Geschichte voller Herz, Krieg, Liebe und Historie gepaart mit allerlei Zeitwissen in guter, flüssiger Sprache geschrieben. Man liest den Band gerne aber unterhaltsam und nicht zu kompliziert hinweg und ist froh, neben den vielschichtigen Charakteren wieder etwas mehr um Odessa-Deutsche und anderes gelernt zu haben. Band 2 ist gekauft!


Dies ist der zweite Band der sogenannten Lombarden-reihe von Petra Schier, aber es ist tatsächlich ein Buch, welches man auch ohne das vorherige lesen kann, ohne groß zu rätseln. Die wesentlichen wichtigen Ereignisse werden kurz und fast unauffällig eingeflochten, dann geht es auf in die neue Geschichte und so wie diese endet, scheint ein dritter Band wahrscheinlich. Warum nun 2 Abzüge? Weil das Buch zwar gut geschrieben war, aber eben doch so mittelalterlich daher plätscherte oder isch wahlweise ereiferte. Ich bin wohl nicht mehr in der Lage, die Rollenverständnisse dieser Zeit, insbesondere die der Frau, zu ertragen. Immer wird dann versucht, durch eine Starke Witwe einen Gegenpol zu schaffen, die klug die Geschäfte des Mannes weiter führt. Aber nun: es waren eben andere Zeiten. Nicht meins.


Die ersten ca. 100 Seiten bin ich in diesen zweiten Band der Warwick-Saga um den jungen Polizeiermittler nicht hineingekommen. Dann nahm die Geschichte aber fahrt auf, diesmal verquickt aus dem Fall aus Band eins als dessen Fortsetzung und einem neuen Fall, der damit aber verwoben ist. Parallel wurde dann noch kurz geheiratet und alles in allem endete das Ganze dann temporeich. Band Eins war aber wirklich besser zu lesen. 


Erst dachte ich, dass hier ein sehr literarisch schwer bekömmliches Buch in meinen Händen gelandet ist. Aber ganz anders: ruckzuck war es durchgelesen. Ende der 60er-Jahre und davor und danach spielt die Haupthandlung, die sowohl aus der viel Erlebnissen in der Natur der Marsch besteht, als auch aus dem Erwachsenwerden eines Mädchens, der ersten und zweiten Liebe, dem Verlassen werden und der Aufklärung eines Mordfalles. Toll formuliert aber trotzdem eben spannend. Gerne wieder. Einen Abzug, weil es manchmal zu offensichtlich daher ging. Aber gut, es war ja auch nur bedingt ein Krimi, dieses Buch.


Wenn man Expeditionsbeschreibungen in Form eines Logbuches mag und dazu noch viele Bilder, spannende Hintergrundinformationen und das Gefühl, man wäre direkt dabei (Formulierungen im Präsenz), dann ist dieses Buch genau richtig. Warum dann die Abzüge? Nun, mir war es nicht technisch genug und ich wundere mich, warum so gar keine Team-Themen, Glück, Beziehungen und auch mal Diskussionen berichtet wurden. Das war schon sehr schade, dass man da wohl nicht offen sein wollte oder eben die Privatsphäre sehr schützen. Aber auch bei den wissenschaftlichen Themen und den technischen Behilfskonstukten hätte ausführlicher berichtet werden können. Dafür ging es extrem oft um Eisbären. Ok, das war wohl wirklich ein Problem aber am Ende auch nichts neues. Schade.


Dieses Buch ist schon etwas länger bei mir und jetzt endlich habe ich angefangen, die Reihe um die italienische Kommissarin in Salerno zu lesen. Der Fall ist an sich gut, aber leider springt es mir inhaltlich zu sehr und ich bin beim Lesen überhaupt nicht in einen Flow geraten. Schade, denn die Kommissarin ist sympathisch und der Fall gut aufgebaut.


Geht es nach dem Tempo, nach dem ich ein Buch lese, welche Bewertung es bekommt, wäre dies hier schon Höchstnote. Aber auch inhaltlich ist dieser 2. Band einer 3-teiligen Saga, welche in der Speicherstadt von Hamburg um und nach dem 1. Weltkrieg rund um das Thema Kaffee, Schicksale und Familie spielt, wieder spannend und kurzweilig. Klare Empfehlung! 


Nun gut, derzeit habe ich wohl einen Lauf der abgebrochenen Bücher. Hier handelt es sich um einen Roman, was ich erst später feststellte, der wohl irgendwann zur Netflix-Serie "The Whitcher" verfilmt wurde. Und die haben wir mal angefangen zu sehen und fanden sie wirklich, wirklich grottenschlecht. Daher hatte das Buch leider keinen guten Start und ist nach ein paar Seiten in die Büchertonne gewandert. Schade auch mal wieder hier.


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Ok. Ich hasse Bücher, aus deren Beschreibungen nicht hervorgeht, dass  es Neuauflagen sind. Ich dachte, ich habe genug recherchiert aber nein, hatte ich nicht. Dies ist kein neuer Roman sondern der altbekannte. Aber ich habe dabei herausgefunden, dass ich den Stil von Cronwell nicht mag. daher Buchabbruch.


Dies ist der 5. Band einer Reihe, in die ich von der ersten Stunde an verliebt war. Die Fälle immer spannend und vielschichtig, das Aufkeimen was auch immer für einer Beziehung zwischen den speziellen Protagonisten besonders und immer gab es diesen Twist am Ende vom Buch, mit dem man nicht gerechnet hat. Unter dem Pseudonym von R. G. schreibt hier keine andere als die große J.K. Rowling, deren Bücher man eigentlich immer ob der Sprache einfach so verschlingen kann. Aber oh weh, was ist hier passiert? Erst dachte ich, auf Seite 400 (von über 1000) wäre ich endlich drin im Buch aber nein. Es wurde und wurde nichts, ich habe mich tapfer bis zum Ende gequält aber die Ermittlungen, der Fall, alles viel zu viel diesmal, hier ein Wendung, da einen Faden verloren, das kann nicht nur am Januar gelegen haben. Schade.