Bücher



2022


Hm. Dieser vierte Band in der Serie um den Personenschützer, seine Freundin und diverse Bekannte aus den vorherigen Serien bleibt etwas zäh und auch blass. Vielleicht liegt es an dem teilweise langsam doch etwas zu konstruiertem Geschehen in der "Parallelhandlung" um seine Freundin Julie, die seit dem ersten Band immer verrücktere Kapriolen nimmt. Auch der eigentliche Kriminalfall ist diesmal unerwartet vorhersehbar. Ich dachte schon nach 1/3 des Bandes "Aha" und so kam dann auch am Ende die erwartete Wendung. Gleichwohl schreibt Herr Cors einfach famos, wortreich und spannend und daher nur "einen" Abzug. Band 5 liegt schon auf dem Nachttisch. 


Auch Band 3 bleibt weiterhin hoch im Niveau. Und vor allem darf Julie, von der alle dachten, sie existiert nicht, nun endlich auch in der primären Handlung mitspielen. Hierbei geht es um einen Anschlag, der angekündigt wird und doch ganz anders passiert als gedacht. Komplex bleiben die Bände durch die beiden Handlungsstränge (Julie's und des jeweiligen Kriminalfalles pro Band) und mir macht es Spaß, diese "Serie" am Stück direkt hintereinander zu lesen. Guter Stoff!


Ziemlich schnell geht es hier mit einer Leiche los, dann wird es aber auch bedrückend, Mädchenhandel und Migrationspolitik. Der angeschlagene Personenschützer, den die Suche nach Julie verfolgt, ermittelt hier mit den bekannten Personen aus Band 1 in einem komplexen Fall. Diese Krimireihe gefällt mir wirklich, sie ist nicht nur "locker leicht" sondern über die Bände hinweg wird ein komplexes Szenario rund um Julie aufgebaut. Der Fall selbst in diesem Band ist vielschichtig und spannend.


Holla, ein Glücksgriff. Dieser Band aus dem Jahre 2018 stand schon etwas länger im Strand, spielt in der Normandie und ich hatte immer andere Krimis aus Frankreich eher in der Hand als diesen. Zum Glück habe ich die Reihe um den Personenschützer Nicolas Guerlain nun gestartet und mittlerweile alle Bände im Schrank. Spannend und zunehmend mit den nächsten Bänden verwoben! Toll.


Der 6. Band ist im März 2022 herausgekommen und aktuell der letzte um den Major Jules Gabin, dessen Person und Beziehung zur Untersuchungsrichterin Joanna immer sympatischer wird. Der vorliegende Fall, in denen eine Youtube-Influencerin, ein Journalist und jede Menge Tote eine rasante Handlung bespielen, ist hervorragend konstruiert und liest sich in einem Rutsch weg. Ich mag diese Romane als Ausgleich zu den eher dunklen, schweren, skandinavischen Krimis in diesen Bänden sehr. Lockere Unterhaltung mit dem elsässischen Lokalkolorit aus Colmar.


Dies ist der fünfte Band um Major Jules Gabin. Manchmal liebe ich es ja, eine Reihe am Stück zu lesen und so ganz in die Geschichte verwoben zu sein. Diesmal spielt die Handlung in Colmar und das Ganze nimmt richtig Tempo auf. Der Ortswechsel in ein anderes Kommissariat, eine andere Stadt, trotzdem noch verbunden mit den Personen der ersten 4 Bände tut der Handlung gut. Wieder spannender geworden, dieser Band.


In diesem vierten Band ist der Kriminalfall gut konstruiert und wieder sehr spannend, zum Glück im Verhältnis zum letzten. Leider hat der Autor aber die persönliche Ebene von Major Jules Gabin hier etwas übertrieben, und er wird etwas nervig von "seinen zwei Frauen" an der Nase herumgeführt. Das hätte es für mich nicht gebraucht.


Der dritte Band der Reihe um den Major Jules Gabin handelt von einem Mord, der sich insgesamt auf einer etwas konstruierten, zähen Geschichte aufbaut und insofern die Reihe, wie so oft im dritten Band, hier nicht von ihrer besten Seite zeigt. Insgesamt ist alles etwas zäh und ich komme nicht so richtig hinein. Schade.


6 Bände gibt es von dieser Reihe um den Major Jules, dies hier ist der zweite. Es spielt im kleinen, fiktiven Örtchen Rebenheim und geht um einen Feuerteufel, der Fall ist spannend, aber auch nicht zu tiefgründig. Alles lässt sich gut weglesen und Region, Essen und Menschen kommen kurzweilig dabei weg.


Die Südfrankreich-Romane der Autorin sind alle einzeln lesbar, es vereint sie der Ort, nicht die Personen, dies vorweg. Tatsächlich bekommt dieser Roman eine Wertung weniger, weil er durch etwas nervige Handlung und Protagonisten besticht. Und vielleicht auch, weil die Struktur der Romane beim vierten Buch dieser Art anfangen zu langweilen, immer gleich aufgebaut wie sie sind.


Die Südfrankreich-Romane der Autorin sind alle einzeln lesbar, es vereint sie der Ort, nicht die Personen, dies vorweg. Inhaltlich ein guter Plott, wie die beiden vorher gelesenen in einem Rutsch inhaliert. Ein Serienmörder ist unterwegs und nur mit Hilfe eines Opfers, welches vor Jahren entkommen konnte, kann der ermittelnde Kommissar ihn aufspüren. Dazu gibt es die bekannten romantischen Verwicklungen. Auch wieder spannend und schnulzig.


Die Südfrankreich-Romane der Autorin sind alle einzeln lesbar, es vereint sie der Ort, nicht die Personen, dies vorweg. Und auch wie in den anderen Südfrankreich-Romanen spielt immer ein Hauch Romantik in den Kriminalfall, was ich als sehr reizend empfinde, die Spannung steigt also in zwei Bereichen. Denn spannend sind diese Krimis auf jeden Fall, auch dieser hier. Inhaltlich geht es hier um die vermisste Familie einer noch lebenden Tochter, zu der Jahre später Spuren auftauchen.  


Die Südfrankreich-Romane der Autorin sind alle einzeln lesbar, es vereint sie der Ort, nicht die Personen, dies vorweg. Desweiteren kommt die Region, was ich eben sehr schade finde, kaum zur Geltung. Wer Lokalkolorit sucht, der möge andere Serien lesen. Die Geschichte macht aber alles wett: sehr spannend und verstrickt, wenn auch etwas erahnbar, wunderbar flüssig und gut lesbar geschrieben, ich habe das Buch sehr schnell weggeschmökert. Gute Unterhaltung!

 


Dies ist der aktuell letzte vorhandene Band um den ermittelden Perez, der illegal Delikatessen von Spanien nach Südfrankreich verkauft und nebenbei zur Geldwäsche ein Restaurant betreibt und Kriminalfälle löst. Hierbei ist er der Polizei immer einen Schritt voraus, aber auch gut in die Fälle verstrickt. Unterstützt wird er in diesem Fall durch seine Stieftochter und es bleibt bis zum Ende spannend und gut lesbar. Ein schönes Buch zum "Weglesen".


Der dritte Band um Perez, den ermittelnden Feinschmecker, hatte ich hier schon länger im Regal, die Buchauswahl war einfach zu groß. Zum Glück habe ich den kleinen, feinen Band nun gelesen (ich lese gerade alle meine Frankreichkrimis, die da sind am Stück) und konnte mich über dieses gut geschriebene, feine Bändchen freuen. Einen Abzug, weil zum Ende hin etwas langatmig, das hätte auch kürzer gehen können. 


Hier habe ich den Auftakt einer für mich neuen Serie gelesen, die im Elsaß spielt, eine mir aus jüngsten Jahren vertraute Ferienregion. In einer fiktiven kleinen, süßen Stadt strandet ein Kommissar aus dem Norden, der eigentlich gar nicht Fuß fassen möchte aber trotzdem schnell ankommt und den ersten, spannenden Fall zu lösen hat. Dazu gibt es leckere Küche, amouröse Verwicklungen und somit einen kurzweiligen Plott, der sich wunderbar flott weglesen lässt. Die weiteren Bände bis Band 5 sind gekauft und im März erscheint schon der sechste in der Reihe. Glücksgriff.


Hier haben wie einen zweiten Band, der dicht gestrickt ist und sich zum Ende hin trotzdem nicht überraschend auflöst und daher auf den letzten Seiten etwas dröge ist, Irgendwie scheine ich nach 3/4 meiner aktuellen Krimis nicht mehr wirklich dabei zu sein. Schade, denn der Schreibstil von Anne Chaplet ist ganz wunderbar und vielfältig. Gerne gelesen, eben bis auf das Ende.


Auch Band 4 der Reihe nimmt schnell Fahrt auf und lässt dann etwas nach, ist aber insgesamt ordentlich unterhaltsam. Der Fall spielt diesmal im Schokoladenkosmos und es gibt genügend Verwicklungen, die durch Rosalie aufgelöst werden müssen. Gut zu lesen, weil luftig geschrieben, die letzten 30 Seiten spitzt es sich gewohnt unnötig zu, ich kenne das nun und kann gegen Ende des Buches verkürzt querlesen, auch ok.


Öfter bemerke ich bei Reihen, dass mit Band 3 eine gewisse Schreibgemächlichkeit eintritt, das Tempo rausgeht, der Band nicht mehr so spannend ist wie vorab. So auch hier. Zudem folgen die Kriminalfälle um die ermittelnde Frisörin Rosalie einem Schema, was nun auch langsam langweilig wird. Insbesondere gegen Ende des Buches weiß man auf den letzten 30 Seiten was passiert, wie immer kommt es zu einem Showdown, in dem Rosalie in Gefahr gerät und diesmal musste ich diese letzten Seiten leider quer lesen. Schade.


Dieses Buch ist schon etwas älter und ich bin froh, dass ich über die ersten 30 Seiten gekommen bin, die waren sehr zäh und etwas verworren. Danach hat das Buch aber erstaunlich Tempo aufgenommen, die Hauptfiguren wurden klarer und auch die Handlung und "Morde" bekamen Kontur. Die Geschichte um die Schuld einer Gruppe von Menschen, teilweise sogar in der nächsten Generation war dennoch am Ende nicht ganz klar und selbst der Protagonistin schien der Fall um den es ging, nicht wirklich gelöst. So kam es mir auch vor und mit diesem Fragezeichen über dem Kopf bleibt meine Wertung auch seltsam diffus wie das Buch selbst, welches ich ab Seite 30 dennoch erstaunlich in einem Rutsch weggelesen habe.


Weiter geht es mit Band II um Rosalie und wie Band I ist diese Reihe offensichtlich für unbeschwertes, schnelles, nicht zu tiefgründiges Lesevergnügen konzipiert. Wieder verstricken sich sehr zum Unmut des leitenden Commisissaires, Rosalies Bruder, Rosalie und der Apotheker Vincent in aktuellen Fall. Wie auch in Band I ermittelt der Commissaire in eine etwas falsche Richtung und auch hier gibt es am Ende noch eine kurze Bedrohungs- und Rettungsszene. Alles also vorhersehbar, trotzdem einfach leicht und luftig und herzlich zu lesen, eine Gute-Laune-Buch. Band 3-4 sind gekauft.


Diese Reihe um die "ermittelnde" Frisörin Rosalie hatte ich noch im Schrank und passender weise kam sie mir nun zum "weglesen" in die Finger. Rosalie landet hier im ersten Band in ihrer alten neuen Heimat in der Nähe des Mont Ventoux und verfängt sich mit dem Apotheker Vincent in den Ermittlungen ihres Halbbruders, dem zuständigen Commissaire. Nebenbei gibt es noch ein paar Liebesdinge, Familienkrach und am Ende natürlich eine große Bedrohung für Rosalie und Vincent aus der beide natürlich lebend hervorgehen, damit es in Band zwei weiter gehen kann. Ein spannender Krimi, der leicht und luftig zu konsumieren ist. Braucht es ja manchmal auch.


Die Chastity-Reihe von Simone Buchholz geht mit diesem Band in die 10. Folge und ich bin ja erstmal froh, dass es überhaupt weitergeht. Nach dem letzten, durchaus explosiven Ende in Band 9 war ich mir da nicht so sicher, ob überhaupt noch ganze Stücke von all den Protagonisten übrig wären. Aber es geht voran und vor allem um das Zusammensetzen geht es auch in diesem Buch. Von Seelenstücken, Vergangenheitsstücken, vom Bilden neuer Freundschaften, ganz viel Abschied nehmen und einem Haus in Schottland. Am Rande geht es auch um ein Verbrechen in Hamburg. Aber wie immer eher am Rande. Ein wunderbarer, poetischer, weggeschlungener Krimi. Ich liebe diese Bücher so sehr. 


Suhrkamp hat eine wunderbare Jubiläumsausgabe herausgebracht. Am 01.02.1922 erschien das monumentale Werk von James Joyce. Man kann zwischen mehreren Farben wählen. Ich habe dies getan, weil ich nach über 30 Jahren einen zweiten Anlauf nehmen wollte, dieses Werk zu lesen. Failure. Ich bin bis auf Seite 27 gekommen und habe dann entschieden, Jahrhundertwerk hin oder her, meine Zeit nicht mit diesem Werk zu verschwenden. Sorry, not Sorry. 


Ich mag die Serie um Kassandra Voß sehr. Hier gibt es einen kleinen Abzug, weil das buch im hinteren Teil etwas Länge hatte, gerade ab dem Zeitpunkt, wo alle offenen Themen klar waren und somit auch schon etwas die Luft aus der Geschichte. Ansonsten geht es in dieser Folge in die Vergangenheit von Paul Freese und zwischen Spannung und Fischland gibt es viele Eindrücke in menschliche Tiefen. Sehr zu empfehlen!


Hachz, was für ein Buch. Über Außenseiter, Mut, Widerstand, die Kraft einer Familie und wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und keine Schubladen für menschliche Stereotypen zu bilden. Von zwei sich liebenden Männern, einer davon ein Pegasus, dem Antichrist, der eigentlich keiner ist und vielen anderen magisch Begabten. Dieses Buch ist kein Fantasieroman im eigentlichen Sinne sonder handelt vom Zuhören, bei sich selbst sein und Liebe, Liebe, Liebe.


EIn Buch, welches richtig Spaß gemacht hat, zu lesen: Spannung pur, Historienwissen dazu, Liebe, Krieg, Verwicklungen sowohl strategischer Art als auch zwischenmenschlicher. Hier hat sich die Autorin seit dem ersten Ban irgendwie frei geschrieben. Der hatte eine geringere Wertung, hier passt alles zueinander, auch die Puzzelstücke der Handlung passen zusammen und es gibt nicht mehr so viele Erzählsprünge wie im ersten Band. Toll! Und am Ende, nachdem ich kurze Schnappatmung bekam, könnte es doch vielleicht ein Cliffhanger zum 3. Band gewesen sein?


Ob es daran lag, dass wir gerade Marvels Agents of S.H.I.E.L.D. bingewatchen oder tatsächlich am Buch selbst - das Jahr beginnt mit einem Buchabbruch. Anfangs habe ich mich noch gequält, tapfer geschlagen, gegen die Langeweile beim Lesen angekämpft, dann habe konsequent abgebrochen. Warum? Viel zu verschwurbelte Sprache, viel zu wenig Spannung, alles viel zu langweilig und langatmig, kein Wortwitz sondern aneinandergereihte Worte, die nicht recht Fahrt aufnehmen und einen Null in die Handlung hineinsaugen, obwohl durchaus spannende Themen dabei waren. Dröge, dröge. Schade.